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Duderstadt Grüne: Mehr Sicherheit für Radfahrer
Die Region Duderstadt Grüne: Mehr Sicherheit für Radfahrer
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06:17 29.09.2012
Von Ulrich Lottmann
Schilder und Markierungen: An 36 Stellen in Duderstadt sollen deutliche Hinweise für mehr Sicherheit für Radler sorgen.
Schilder und Markierungen: An 36 Stellen in Duderstadt sollen deutliche Hinweise für mehr Sicherheit für Radler sorgen. Quelle: Thiele
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Duderstadt

Eine rot markierte Radspur an der Straßeneinmündung zur Feilenfabrik, die Trennung von Fuß- und Radweg an der Worbiser Straße, die Durchfahrerlaubnis in beide Richtungen in Einbahnstraßen der Duderstädter Innenstadt: Das sind einige der Vorschläge aus der Radwege-Agenda 2012 der Grünen im Duderstädter Stadtrat.

Die Sicherheit von Radfahrern im Duderstädter Straßenverkehr will die Grünen-Stadtratsfraktion erhöhen. 36 Vorschläge dafür haben sie in einer Radwege-Agenda 2012 aufgelistet, die nun breite Zustimmung im Ausschuss für Stadtentwicklung fand.

Für eine Vielzahl von Straßen in der Kernstadt sowie einige Radwege in die umliegenden Dörfer schlagen die Grünen die Kennzeichnung oder Einfärbung von Radfahrspuren, Beschilderungen oder andere Schutzmaßnahmen vor. Jedem der 36 Einzelpunkte haben die Grünen neben einer Ortsbeschreibung eine Priorität von mittel bis sehr hoch sowie eine Kosteneinschätzung in die zwei Kategorien unerheblich und relevant zugeordnet. Im Ausschuss schlug Ratsherr Wolfgang Hirschfeld nun vor, die Maßnahmen mit hoher Priorität und unerheblichen Kosten möglichst bald umzusetzen. „Mit einer Schablone und einem Pott Farbe kann man eine ganze Menge für die Verkehrssicherheit tun“, argumentierte Hirschfeld.

Die Polizei muss einbezogen werden

Uneingeschränkte Zustimmung bekam er dafür von Doris Glahn (SPD). „Respekt Herr Hirschfeld. Sauber gemacht“, sagte auch Engelbert Gatzemeier (WDB). „Danke für die Fleißarbeit“, schloss sich Hubertus Werner (CDU) dem an, betonte jedoch, die Polizei müsse einbezogen werden. Thomas Gerlach (USD) signalisierte ebenfalls Zustimmung, wollte jedoch mehr Informationen zu den Einschätzungen der Grünen bei Priorität und Kosten haben.

Die gab es von Johannes Böning vom städtischen Bauamt. Mit einem Pott Farbe sei es nicht getan, „bei den Kosten ist man schnell im fünfstelligen Bereich“. Zudem habe eine Prüfung der Liste gezeigt, dass eine Reihe von Baulastträgern betroffen sei. Denen solle zunächst der Grünen-Antrag zugleitet werden, schlug der Fachbereichsleiter vor.

Ausschussvorsitzender Hermann Hesse fasste die Diskussion zusammen: „Wir sind uns einig: Wir möchten das. Wir müssen aber Gespräche abwarten.“ Diese Gespräche zu führen, mit Polizei und Baulastträgern Kontakt aufzunehmen, und die Ergebnisse vorzustellen beauftragte der Ausschuss einstimmig die Verwaltung.