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Duderstadt Hallenbad Duderstadt: Näders Finanzspritze „kann ein Glücksfall werden“
Die Region Duderstadt Hallenbad Duderstadt: Näders Finanzspritze „kann ein Glücksfall werden“
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21:11 24.10.2019
Das Hallenbad Duderstadt muss saniert werden. Durch Hans Georg Näders Absichtserklärung wäre stattdessen ein Neubau möglich. Quelle: Eichner-Ramm
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Duderstadt

„Grundsätzlich begrüße ich ein neues Hallenbad in Duderstadt“, sagte Steffen Ahrenhold, Bürgermeister der Samtgemeinde Gieboldehausen am Dienstag. Ein abschließendes Statement aus Sicht der Samtgemeinde sei allerdings kaum möglich, „da ich keine Informationen darüber habe, in wessen Besitz das Bad sich befinden wird und wer die Betriebsführung haben soll.“ Die Samtgemeinde Gieboldehausen hält einen Anteil an 18,37 Prozent an den EWB.

„Endlich ein ’Pflock’ einschlagen“

„In der Vergangenheit war immer mal wieder davon gesprochen worden, dass Herr Professor Näder sich an dem Projekt Hallenbad beteiligen wollte. Daher überrascht es mich nicht“, teilte Arne Behre, Bürgermeister der Samtgemeinde Radolfshausen mit, die mit 3,82 Prozent an den EWB beteiligt ist. „Es gab verschiedenste Varianten der Unterstützung durch Herrn Professor Näder. Ich würde es mir für die Stadt Duderstadt wünschen, dass jetzt nach langen hin und her auch eine Entscheidung herbeigerufen wird und endlich ein ’Pflock’ eingeschlagen wird. Ich habe noch Hoffnung.“

Uwe Ahrens, Bürgermeister der Gemeinde Katlenburg-Lindau, die mit einem Anteil von 2,8 Prozent kleinster Teilhaber der EWB ist, äußerte sich „sehr erfreut“ darüber, „dass ein zusätzliches Finanzpaket von Professor Näder zur Verfügung gestellt“ werde. Das sei „großzügig und honorig". „Es passieren in Duderstadt wundersame Dinge“, so Ahrens weiter, „über die sich Duderstadt und die Region glücklich schätzen“ könnten. Zu klären sei zum Beispiel ob sich ein Neubau am Standort Talwiese baulich umsetzen lasse, spricht Ahrens das Thema Überschwemmungsgebiet an. Auch wäre „zuwendungsrechtlich“ zu klären, ob der Zuschuss des Bundes auch auf ein privatwirtschaftliches Projekt anrechenbar sei.

Fördergeld steht noch zur Verfügung

Die Antwort liefert der Bundestagsabgeordneter Thomas Oppermann (SPD), der zunächst von einer „richtungsweisenden Entscheidung für Duderstadt“ spricht. Damit sei nun hoffentlich auch das lange Ringen um eine Lösung beendet. Er habe sich im Frühjahr 2017 für die Aufnahme des Duderstädter Hallenbades in das von ihm initiierte Bundesprogramm zur Sanierung von Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen eingesetzt. Bei einem von der Stadt geschätzten Sanierungsbedarf in Höhe von 3,7 Millionen Euro seien damals 3,3 Millionen bewilligt worden. „Dieses Geld kann auch in einer Public Private Partnership genutzt werden und steht deshalb auch für den Neubau zur Verfügung“, so Oppermann. „Duderstadt hat die große Chance, sich ein wichtiges Stück Lebensqualität zu erhalten. Ich hoffe, dass die Zeichen jetzt wirklich auf Zukunft stehen und es endlich vorangeht.“

Duderstadt könne sich glücklich schätzen, dass es so einen Mäzen habe, der sich in solchem Maß um die Entwicklung der Stadt kümmert“, sagt der CDU-Abgeordnete Fritz Güntzler. Gemeinsam mit Oppermann habe er sich in Berlin für das Projekt eingesetzt und will das auch in Zukunft tun. Gerade sei im Sportausschuss des Bundestages, dem er angehöre, angesichts der immer schlechter werdenden Schwimmfähigkeit ob es zu einer besseren Infrastruktur in dem Bereich kommen könne. Wobei das eigentlich eine kommunale Aufgabe sei und damit zunächst die Länder gefordert seien. „Bezogen auf die Bundesmittel ist nun wichtig zu wissen, was will die Stadt Duderstadt?“ Weil die Zeit dränge, würden Oppermann und er alles tun und sich falls notwendig auch um eine Fristverlängerung kümmern.

Kosten auch künftig im Blick haben

„Mit seiner großzügigen Unterstützung eines Neubaus des Duderstädter Hallenbads beweist Hans-Georg Näder einmal mehr die tiefe Verbundenheit mit seiner Heimatstadt“, äußert sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle. „Nun muss neben einer nachhaltigen und möglichst klimafreundlichen Bebauung auch die Entwicklung des Umfelds um das Hallenbad im Zentrum stehen. Gemeinsam mit Hans-Georg Näder werden die Verantwortlichen in der Kommunalpolitik auch die künftigen Unterhaltungskosten im Blick haben.”

„Futuring Swim kann ein Glücksfall für Duderstadt werden“, erklärt der Grünenabgeordnete Jürgen Trittin. Die Zehn-Millionen-Investition für ein neues Hallenbad von Hans-Georg Näder seien ein großzügiges Angebot, dass man nicht ablehnen sollte. „Aber es gilt natürlich wie bei allen Projekten zu klären, wer am Ende die laufenden Kosten trägt und wie diese geschultert werden.“ Öffentlich-Private-Partnerschaften seien nicht automatisch billig und schnell, und schon gar nicht automatisch kostengünstiger für eine Stadt wie Duderstadt. „Hier kommt es auf die genaue Umsetzung an. Aber da bin ich sehr zuversichtlich.“

Von Britta Eichner-Ramm und Rüdiger Franke

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