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Duderstadt Duderstädter Hallenbad läuft ohne Sanierung weiter
Die Region Duderstadt Duderstädter Hallenbad läuft ohne Sanierung weiter
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00:19 22.06.2018
Das Duderstädter Hallenbad soll ohne Sanierung und Modernisierung weiterbetrieben werden. Quelle: Foto: Richter
Duderstadt

„Wir sind einigermaßen entsetzt, dass wir heute hier diskutieren müssen, ob wir die 3,3 Millionen Euro vom Bund annehmen oder nicht“, sagte die Fraktionsvorsitzende Doris Glahn. Monatelang sei über die „ganz große Variante“ gesprochen worden, ohne den Gedanken an die Betriebskosten. Alternative 4, wie sie in der Beschlussvorlage genannt wurde, sei die schlechteste. „Wir investieren jedes Jahr 100 000 Euro“, kritisierte Glahn, ohne jeweils zu wissen, ob das Hallenbad am nächsten Tag noch geöffnet werden könne.

Das Duderstädter Hallenbad ist 1977 eröffnet worden, berichtete Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Damals seien vier Millionen D-Mark investiert worden, davon 202 000 D-Mark städtische Mittel. In das Hallenbad aber auch das Freibad sei permanent investiert worden. In den vergangenen Jahren habe das Hallenbad 350 000 bis 500 000 Euro zu wenig erwirtschaftet. Das sei über den steuerlichen Querverbund mit den Eichsfelder Wirtschaftsbetrieben aufgefangen worden. Und auch die Besucherzahlen seien permanent rückläufig, von 30 585 im Jahr 2006 auf 17 700 im Jahr 2017 im Hallenbad. Im Freibad seien sie von rund 60 000 im Jahr 2006 auf weniger als 40 000 gesunken.

Nolte erklärte, dass lediglich Variante 4 umsetzbar sei. Für einen Neubau am Freibad würden 6,3 Millionen Euro fehlen sowie das Geld für alle wichtigen laufenden Betriebskosten. Für eine umfassende Sanierung und Modernisierung des bestehenden Hallenbades fehlen der Stadt rund 4,5 Millionen Euro sowie die Betriebskosten. Und die dritte Variante, eine Sanierung in Teilschritten, sei nicht möglich, da sich zum Beispiel die Sanierung der Lüftung nicht in Teilschritten umsetzen lasse. Außerdem gefährde diese Variante den steuerlichen Querverbund und auch die für die Auszahlung der Fördermittel geforderten zehn Jahre Betriebsdauer seien nicht zu gewährleisten.

EWB-Geschäftsführer Markus Kuhlmann ergänzte, dass der aktuelle Förderbescheid eine Vollsanierung vorsehe. Die Sanierung am alten Standort werfe zudem einige Probleme auf. Während im Freibad die Technik in einem Extragebäude quer verbaut sei, sei diese im Hallenbad unter dem Becken senkrecht verbaut. „So wie es aussieht, bekommen wir alles, was wir abbauen, nicht wieder angebaut“, sagte Kuhlmann. Und der steuerliche Querverbund betreffe Hallenbad und Freibad. „Schließe ich das Hallenbad, entfällt auch der Querverbund für das Freibad.“ Allerdings könne er selbst bei jährlichen Investitionen keine Garantie für einen dauerhaften Betrieb geben.

„Die Erhaltung des Schwimmbetriebes hat oberste Priorität“, sagte Lothar Dinges (WDB). Außerdem solle man jetzt keinen Schnellschuss starten und sich die Chance verbauen, doch noch einen Neubau am Standort Talwiese zu schaffen. Gerd Goebel (CDU) erinnerte daran, dass die Stadt weitere hohe Investitionen für zum Beispiel das Feuerwehrzentrum, die Feuerwehrhäuser, den Inklusiven Campus und die Brücke leisten müsse. Marliese Frisch-Dvorák (Grüne) sagte, es sei nur schweren Herzens möglich, sich für Variante 4 zu entscheiden.

Glahn beteuerte hingegen, dass Variante 2 finanzierbar sei. Ausschussvorsitzender Andreas Diedrich bot an, dass sie ihre Berechnungen im Vorfeld der Sitzungen des Verwaltungsausschusses und des Rates am Montag, 25. Juni, zur Diskussion vorlegen solle. „Wir sollten nichts unversucht lassen“, sagte er.

Von Rüdiger Franke

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