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Duderstadt Hans Georg Näder legt Grundstein am Elternhaus
Die Region Duderstadt Hans Georg Näder legt Grundstein am Elternhaus
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20:32 17.10.2013
Von Kuno Mahnkopf
Grundsteinlegung: Rolf Gnädinger, Polier Michael Klaus, Hans Georg Näder, Ottobock-Bauabteilungsleiter Bernd Kemmerling (v.l.). Quelle: Schauenberg
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Duderstadt

Ottobock-Chef Hans Georg Näder ist Bauherr mehrerer Großprojekte, doch keines ist so eng mit seiner persönlichen Geschichte verbunden wie die Umgestaltung seines Elternhauses am Hindenburgring.

Dort legte Näder am gestrigen Donnerstag den Grundstein für einen modernen Anbau. Als Max-Näder-Haus soll das Gebäudeensemble am 24. Juni 2015, dem 100. Geburtstag seines 2009 verstorbenen Vaters und Ottobock-Seniorchefs, eröffnet werden.

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Das Max-Näder-Haus soll neben dem Firmen- und Familienarchiv, einer Hausmeisterwohnung und dem derzeit im ehemaligen Bahnhof untergebrachten Family Office einen öffentlich nutzbaren, offen gestalteten  Ausstellungs- und Veranstaltungsraum beherbergen. Authentisch erhalten bleiben das Erdgeschoss des Altbaus mit dem früheren Arbeitszimmer von Max Näder und der Garten, nur Parkplätze und eine Tiefgarage kommen hinzu.

Ratzfatz

„Das geht ja ratzfatz“, freute sich Architekt Rolf Gnädinger, der auch das Ottobock-Science-Center in Berlin und das Duderstädter Schützenmuseum entworfen hat, mit Blick auf den wachsenden Rohbau. Der skulpturale Anbau mit kristalliner Hülle – ein eingeschossiger Pavillon mit Souterrain – stehe im Gegensatz zum einfach strukturierten, zurückhaltenden Altbau. Der wurde 1938 errichtet, 1961 von der Familie Näder erworben und umgebaut.

Zuvor hatten Maria und Max Näder, die als Flüchtlinge aus Thüringen nach Duderstadt kamen, in der Göttinger Straße gewohnt.

Insgesamt werden in den Um- und Neubau am Hindenburgring rund fünf Millionen Euro investiert, die Gewerke von Firmen aus dem Eichsfeld ausgeführt. Ursprünglich war angedacht, dort auch ein Orthopädiemuseum einzurichten. Das entsteht jetzt in der Marktstraße 28 in unmittelbarer Nachbarschaft des Löwen-Quartiers.

Die kommenden beiden Jahre sind für die Planung vorgesehen. Näder geht von Fertigstellung und Eröffnung des Orthopädie-Museums in 2017 aus. Die Ausstellungsfläche bewege sich in einer Größendimension wie das Berliner Science-Center, teilt Näder mit und spricht von einem größeren Projekt.

Am Max-Näder-Haus wurde gestern nicht nur symbolisch der Grundstein gelegt, sondern auch eine verschweißte Kupferkiste einbetoniert. In ferner Zukunft könnten dort kommende Generationen Euro-Münzen, Konstruktionszeichnungen, ein Buch zur Firmen- und Familiengeschichte sowie ein Eichsfelder Tageblatt entdecken.