Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Urteil im Amtsgericht: Hehler kommen auf Bewährung frei
Die Region Duderstadt Urteil im Amtsgericht: Hehler kommen auf Bewährung frei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:16 11.07.2019
Amtsgericht Duderstadt Quelle: Eichner-Ramm
Anzeige
Duderstadt

Zwei der drei Angeklagten im Fall um Hehlerei in einem Wohnhaus in Bilshausen sind am Donnerstag zu sieben beziehungsweise neun Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Die dritte Angeklagte, die zur Tatzeit 19 Jahre alt war, musste sich nicht weiter verantworten, das Verfahren gegen sie ist eingestellt.

Aus einer Lagerhalle in Fuldabrück waren im Herbst Elektrogeräte im Wert von circa 65000 Euro verschwunden. Einen Teil des Diebesguts fand die Polizei in einem Wohnhaus in Bilshausen – mit den Angeklagten. Die Anklage geht davon aus, dass den Angeklagten mit rumänischer Staatsbürgerschaft bewusst war, dass sie auf Diebesgut aufpassten. Sie wurden vor Ort festgenommen und kamen in Untersuchungshaft.

„Wir wollen jetzt zu unseren Familien“

Fünf Monate ihrer Strafen haben die beiden männlichen Angeklagten damit bereits verbüßt, bedrückt sehen sie bei der Verhandlung aus. „Wir wollen jetzt zu unserer Familie“, lassen die Angeklagten im Gerichtssaal übersetzen. Der Staatsanwalt geht davon aus, dass nur „ein Teileinblick in etwas Größeres“ durch die Aussagen der Angeklagten gegeben wurde, im Hintergrund müsste eine Bande stehen, die gewerbsmäßig Diebstähle begeht und das Gut verkauft.

Die Angeklagten treffe der Vorwurf der Hehlerei, sie haben sich der Absatzhilfe schuldig gemacht. Die Bande konnten die Behörden nicht fassen. Für den 25-Jährigen fordert er 1 Jahr Freiheitsstrafe, für den 30-Jährigen aufgrund weniger Aussagebereitschaft 1 Jahr und zwei Monate – beide zur Bewährung. Beide Angeklagten betonen in ihren Schlussworten ihr Bedauern, die falschen Menschen kennengelernt zu haben und dass ihr Vorsatz ein anderer war, als sie nach Deutschland kamen.

250 Euro pro Monat zugunsten der Landeskasse

Als der Richter das Urteil verkündet, atmet der 25-Jährige auf: Zur Bewährungsstrafe kommen noch 250 Euro pro Monat zugunsten der Landeskasse – als Gegenwert zu Mietkosten, die beide ohne Bezug des Lagerortes zahlen hätten müssen und deshalb auf diese Weise durch die Tat erlangt hätten. Der jüngere Angeklagte war länger vor Ort und zahlt daher 1000 Euro, der ältere muss 750 Euro aufbringen. Die Verfahrenskosten müssen die Angeklagten ebenfalls tragen und sie sind meldepflichtig – aber sie dürfen nach Rumänien reisen und ihre Familien wiedersehen.

Von Lea Lang

Das Archiv des Westeröder Karnevals Club könnte abgerissen werden, wenn die Mehrzweckhalle saniert wird. Als Ersatz hat der Ortsbürgermeister das Feuerwehrhaus angeboten.

11.07.2019

281 Kilometer haben die Teilnehmer der sechsten Kolpingwallfahrt nach Vierzehnheiligen hinter sich gebracht – auf dem Fahrrad. Inzwischen sind die Pilger zurück.

11.07.2019

Die Heinz Sielmann Stiftung und der Verein „Europarc Deutschland“ suchen wieder das Naturwunder des Jahres.

11.07.2019