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Duderstadt Heinz-Sielmann-Stiftung und -Realschule besiegeln Kooperation
Die Region Duderstadt Heinz-Sielmann-Stiftung und -Realschule besiegeln Kooperation
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21:31 16.07.2014
Von Kuno Mahnkopf
Im Rathaus: Beier unterzeichnet Kooperationsvertrag. Quelle: Thiele
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Duderstadt

Vor 20 Jahren wurde die Stiftung gegründet, bereits vier Jahre später die bis dato namenlose Realschule umgetauft. Die Duderstädter Realschule mit ihren knapp 500 Schülern ist nur eine von inzwischen bundesweit 13 Schulen, die nach Inge oder Heinz Sielmann benannt sind. Erstmals haben sich kürzlich ein halbes Dutzend Schulleiter von Sielmann-Schulen in der Stiftungszentrale Gut Herbigshagen getroffen.

Sie wollen in Kontakt bleiben und sich künftig regelmäßig treffen, auch ein Schüleraustausch ist angedacht. Duderstadts Realschulleiter Stefan Hoppe ist beeindruckt, wie viel Zeit sich Inge Sielmann für das Treffen genommen hat. Der Draht zu den Schulen sei ihr besonders wichtig.

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„Es ist gut voneinander zu wissen“, sagt Beier, der sich über eine neue Qualität durch die gemeinsame Präsentation von Sielmann-Schulen in der Öffentlichkeit freut. Zudem hofft er auf Impulse zur Gründung weiterer Sielmann-Naturranger-Teams aus den Schulen heraus. Bundesweit gibt es rund 20 Teams, Duderstadt als Sitz der Stiftungszentrale ist noch ein weißer Fleck.

Fruchtbar ist die Zusammenarbeit zwischen HSR und Stiftung schon lange. Zur Vertragsunterzeichnung im Rathaus hat die stellvertretende Schulleiterin Anke Ernst die Fünftklässler Nadine Gottwald, Elijas Bömeke, Roman Czech und Nora Kellner mitgebracht. Mit ihren Mitschülern bestellen sie ein Schulbeet im Garten der Vielfalt im Stadtpark als Nachfolgeprojekt zum Kleinen Landwirt – und sind schon kräftig am Ernten. Der erste Wandertag in der Orientierungsphase führe stets zur Stiftung, sagt Ernst.

Seit zwölf Jahren europäische Umweltschule

Die höheren Jahrgänge sind in das Naturschutzprojekt im Leeren involviert, seit zwölf Jahren ist die HSR europäische Umweltschule, Projekttage befassen sich mit Themen vom Gewässer- bis zum Artenschutz. „Mit dem Kooperationsvertrag haben wir mehr Verbindlichkeit – in beiderseitigem Interesse“, meint Hoppe. Es gebe jetzt mehr Planungssicherheit darüber, was geboten und geleistet werden könne, ergänzt Beier

Mit ihnen freute sich Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus. Die Landesausstellung Natur im Städtebau 1994 sei Ausgangspunkt für einen ökologischen Stadtumbau gewesen, der auch die Schulen erfasst habe, meinte Nolte.

Als nur ein augenfälliges Beispiel nannte er die Umgestaltung des Außengeländes am Schulzentrum Auf der Klappe. Der Stadtpark zwischen Schulzentrum und Innenstadt sei ein idealer Standort, um junge Menschen einzubinden. Stadt und Stiftung verbinde eine gemeinsame Philosophie, kommentierte Nolte die 20-jährige Zusammenarbeit: „Es ist großartig, dass die Stiftung auf Duderstadt aufmerksam gemacht werden konnte und die besonderen Qualitäten der Region und ihrer Menschen erkannt hat.“