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Duderstadt Helfer sorgen für reibungslosen Ablauf
Die Region Duderstadt Helfer sorgen für reibungslosen Ablauf
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17:37 10.07.2009
Am Mischpult: Aloys Bömeke (l.) und Alfons Knöchelmann testen die Lautsprecher- und Verstärkeranlage.
Am Mischpult: Aloys Bömeke (l.) und Alfons Knöchelmann testen die Lautsprecher- und Verstärkeranlage. Quelle: Walliser
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Nur wenige Menschen, die am vergangenen Wochenende an der Großen Wallfahrt teilgenommen haben, dürften es wissen. Bereits vier bis sechs Wochen nach der Pilgerreise treffen sich die Mitglieder des Wallfahrtsausschusses, in dem unter anderem Propst, Ortspfarrer, Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und Bildungsstätte vertreten sind, um den Verlauf noch einmal Revue passieren zu lassen und über mögliche Schwachpunkte und Verbesserungsvorschläge zu sprechen.

Die folgenden der drei bis vier jährlichen Zusammenkünfte stehen dann auch schon ganz im Zeichen der Planung der nächsten Wallfahrt. „Wir sprechen unter anderem darüber, welcher Bischof eingeladen wird, welcher Chor singt, wie das Motto lautet und welcher Geistliche am zweiten Tag predigt“, berichtet Alfons Knöchelmann vom Kirchenvorstand in Germershausen.

Im April werden dann nach seinen Worten die Plakate für die Wallfahrt gedruckt, Verkehrsabsperrungen beim Landkreis Göttingen beantragt und Kontakt zum Deutschen Roten Kreuz aufgenommen, das während der Veranstaltung vor Ort ist. Frühzeitig führen die Organisatoren außerdem Gespräche mit der Feuerwehr Germershausen und Bernshausen, die sich um die Verkehrslenkung während der Wallfahrt kümmern.

In der Woche vor dem Ereignis warten dann viele praktische Arbeiten auf das Vorbereitungsteam. „Das Grün und die Bäume werden beschnitten, damit man einigermaßen klare Sicht hat“, so Knöchelmann. Helfer säubern den Altar, entfernen Spinnenweben und befreien den Granit mit einem Hochdruckreiniger von Schmutz.

Der eigentliche Aufbau beginnt am Sonnabend. Nun gilt es, Wege abzusperren, Pavillons aufzustellen, Fahnen auf dem Wallfahrtsgelände und an den Ortseingängen aufzuziehen. Damit nicht genug: Mitglieder des Vorbereitungsteams schildern Toiletten aus und stellen Hinweisschilder für die Beichte auf.

Der richtige Ton

Auch bei einer Wallfahrt kommt es auf den richtigen Ton an: Damit die Gläubigen alles genau verstehen, bauen die Profis einer Beschallungsfirma ab Sonnabendmittag die entsprechende Technik auf. „Am Abend teilen wir dann die Sammler ein. Sonntag früh komme ich und stelle die Bänke auf“, so Knöchelmann, nach dessen Worten es auch noch den Verkauf von Karten und einiges mehr zu organisieren gilt. Für Verpflegungsangebote sorgt in Germershausen die Bildungsstätte und für Musik das Blasorchester Duderstadt.

Bevor nach der Messe für Verstorbene und Wohltäter der Wallfahrt am Montag das große Aufräumen und Abbauen beginnt, wartet auf den ehemalige Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Aloys Bömeke noch eine wichtige Aufgabe: Er kümmert sich am zweiten Veranstaltungstag um die Beschallung. Dabei hat er viele Dinge zu beachten: „Kommt der Wind ungünstig rein, fängt es an zu pfeifen und man muss alles wieder herunterregeln.“ Die Stimme des Redners spiele ebenfalls eine wichtige Rolle. Ein älterer Herr habe eine viel feinere Stimme als jemand der jung ist. Auch das Geschlecht sei bei der Tonübertragung entscheidend. „Eine Frauenstimme ist ganz anders als eine Männerstimme. Dann muss man fast alle Grundeinstellungen verändern.“

Von Axel Artmann

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