Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Hilkerode soll einen neuen Brunnen für den Dorfplatz bekommen
Die Region Duderstadt Hilkerode soll einen neuen Brunnen für den Dorfplatz bekommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:13 12.09.2019
Nur die Bronzetafeln sollen in Zukunft weiter genutzt werden: Ortsrat will Hilkerodes Dorfbrunnen durch einen Neubau ersetzen. Quelle: Archiv
Anzeige
Hilkerode

Hilkerodes Dorfplatz mit dem Brunnen soll im Zuge der Dorferneuerung umgestaltet werden. Ein Konzept von Ratsherr Sascha Behrmann soll die Stadt Duderstadt jetzt prüfen.

Mit zwei Konzepten zur Umgestaltung des Dorfmittelpunktes an der Hauptstraße hat sich der Ortsrat während seiner Sitzung am Dienstag befasst. Zustimmung fand der Entwurf von Behrmann (Wählergemeinschaft Duderstädter Bürger), der zusammen mit Ortsbürgermeister Michael Skupski (parteilos) und Ratsherr Damian Müller (CDU) der Arbeitsgemeinschaft Brunnen angehört.

Alter Brunnen soll abgerissen werden

Behrmanns Entwurf, der auf vielen Gesprächen mit Bürgern beruht, sieht einen Abriss des alten, 1980 errichteten Brunnens vor. Dieser macht seit Jahren Probleme. Der Vorratsbehälter, der mehrere Kubikmeter Wasser fasst, ist bereits nach einem Tag leer. Daran änderte auch ein Abdichten des Brunnenbeckens durch den Ortsbürgermeister im Vorjahr nichts. Eventuell sind die Leitungen undicht. Vielleicht verdunstet das Wasser.

Drei Säulen mit Fontäne sollen den alten Brunnen ersetzen Behrmann schlägt die Errichtung von drei, jeweils 80 Zentimeter hohen Säulen vor. Sie würden die drei Bronzeplatten des alten Brunnens tragen, die die Hilkeröder Täler darstellen. An den Säulen würde Wasser herunterlaufen – eine Darstellung der örtlichen Bachläufe. Die geplanten Säulen wären niedriger als der bestehende Brunnen, der 1,15 Meter hoch ist. So wären die Bronzeplatten für Kinder und für Bürger, die auf einer der benachbarten Bänke sitzen, besser zu sehen. Zwischen den Säulen sieht der Entwurf eine Fontäne vor.

Helmut Stephan Diedrich muss Brunnenumgestaltung zustimmen

Der Neugestaltung muss Helmut Stephan Diedrich zustimmen, von dem der alte Brunnen stammt. Der Professor, der lange an der Fachhochschule Bielefeld gelehrt hat, hat selbst den Entwurf einer Umgestaltung vorgelegt. Gespräche mit Diedrich sollen bis zur nächsten Ortsratsitzung im Dezember geführt werden.

Abgelehnt hat der Ortsrat Skupskis Entwurf. Der Ortsbürgermeister wollte den 40 Zentimeter hohen Unterbau des Brunnens beseitigen und auf ein Becken verzichten. Von der Stadtverwaltung prüfen lassen will der Ortsrat eine Anregung des Parteilosen. Danach soll der Brunnen künftig aus Kostengründen nicht mehr mit Trinkwasser gespeist werden. Kaum ein Ort im Eichsfeld mache das, argumentierte der Ortsbürgermeister. Stattdessen lasse sich das benötigte Wasser aus dem nahen Mühlgraben entnehmen. Es könnte anschließend wieder in den Graben zurückfließen.

In diesem Zusammenhang schlug Skupski vor, dass der Ortsrat Geld für die Befreiung des Grabens von Bewuchs bereit stellt. Für solche Arbeiten sei der Unterhaltungsverband Eller-Rhume zuständig, gab CDU-Fraktionschef Rust zu bedenken.

Platz barrierefrei gestalten

Nach Behrmanns Entwurf soll der Platz barrierefrei sei. Der Ratsherr wünscht sich ein helleres, freundlicheres Pflaster. Ein Teil des vorhandenen, ortstypischen Kopfsteinplasters könnte dabei erhalten bleiben, betonte Behrmann. Die vier vorhandenen Bänke will der Vertreter der Wählergemeinschaft durch neue Bänke auszutauschen und diese dichter am Brunnen aufstellen. Die Infotafel, auf der Vereine und die Verwaltung Termine und andere Dinge mitteilen können, wird nach den Vorstellungen des Ratsherren einen neuen Standort erhalten. „Die Tafel versperrt derzeit Autofahrern, die von Duderstadt aus nach Hilkerode hereinfahren, den Blick auf Platz und Brunnen“, erläuterte Behrmann. Der Ratsherr wünscht sich neue Blumenrabatten. Mit der vorhandenen Bepflanzung zeigte er sich unzufrieden. Diese Ideen sollen nun in einen Förderantrag einfließen.

Der Brunnen war nicht zum ersten Mal Thema im Ortsrat. Bereits im Mai hatten sich die Mitglieder des Gremiums mit dem Thema beschäftigt.