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Duderstadt Hilkeröder Frauengemeinschaft feiert mit Gästen der Seelsorgeeinheit
Die Region Duderstadt Hilkeröder Frauengemeinschaft feiert mit Gästen der Seelsorgeeinheit
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19:28 29.07.2014
Von Heinz Hobrecht
Im voll besetzten Saal im Pfarrheim: Auch viele Frauen der Seelsorgeeinheit nehmen an der Feierstunde samt Kaffeetafel teil. Quelle: Hobrecht
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Hilkerode

100-jähriges Bestehen haben die Mitglieder am Sonnabend mit rund 150 Frauen der Seelsorgeeinheit sowie den Pfarrern Markus Grabowski und Thomas Blumenberg gefeiert. Auch Pastorin Claudia Edelmann gratulierte.

Den Gedenktag ihrer Namenspatronin St. Anna hatte die Frauengemeinschaft für die Geburtstagsfeier ausgewählt. Im voll besetzten Pfarrsaal hieß Irmgard Beseke neben Bürgermeisterin Hiltrud Rust (CDU) Präses Grabowski und Pfarrer Blumenberg willkommen, der vor zehn Jahren Präses der Gemeinschaft war. Beide hatten zuvor die Jubiläumsmesse in der Pfarrkirche zelebriert.

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Beseke, die gemeinsam mit Monika Schulze und Maria Müller an der Spitze eines zehnköpfigen Leitungsteams steht, führte durchs Programm und  dankte den Sängerinnen des Johanneschors. Unter Leitung von Markus Sommer hatten sie in den Festakt eingestimmt. Bei Kaffee und Kuchen verbrachten die Geburtstagsgäste einige gesellige Stunden.

Anfänge katholischer Frauenorganisationen

Die ehemalige Vorsitzende der Frauengemeinschaft, Thekla Füllgraf, hielt die Festrede und ging auf die Anfänge katholischer Frauenorganisationen ein, die 1850 in Lille, in Nordfrankreich, lagen. Nach dem Vorbild französischer „Mütter-Gebetsgemeinschaften“ seien auch überall in Deutschland „Vereine Christlicher Mütter“ gegründet worden, erläuterte Füllgraf.

Der Mainzer Bischof Wilhelm von Ketteler habe zusammen mit Ida Gräfin von Hahn-Hahn deren Verbreitung gefördert.

Der 2. März 1914 ist für die Frauengemeinschaft Hilkerode ein bedeutender Tag.  Der  damalige Ortspfarrer Johannes Rink habe den Antrag zur Gründung der „Gemeinschaft christlicher Mütter unter dem Schutz der seligsten Jungfrau und schmerzhaften Mutter Maria“ beim damaligen Bischof Adolf Bertram gestellt, berichtete Füllgraf. Schon zwei Tage später, am 4. März, sei die Gründung durch ein Dekret des Bischofs bestätigt worden.

In den Jahren der Gewaltherrschaft hätten die offiziellen Tätigkeiten des Vereins auch in Hilkerode geruht, so Füllgraf. Der 1928 gegründete Zentralverband der Katholischen Müttervereine sei von den Nationalsozialisten aufgelöst worden. „Die Frauen unserer Gemeinde trafen sich trotzdem regelmäßig zum gemeinsamen Rosenkranzgebete in der Kirche“, berichtete die Festrednerin.

Gemeinschaft der Kirche

1974 sei der Name der Gemeinschaft, die sich immer als Gemeinschaft der Kirche verstanden habe, verkürzt worden und heiße seitdem Katholische Frauengemeinschaft, berichtete Füllgraf. Die ehemalige Vorsitzende, die ab 1985 ein Vierteljahrhundert ihr Amt ausübte,  reicherte ihren Vortrag mit vielen Namen und Daten an.

So nannte sie die Vorsitzenden Agnes Ballhausen, Therese Nolte, Elisabeth Eckermann und Elisabeth Wollersen, die in den Jahren von 1948 bis 1953 an der Vorstandsspitze standen. Sie erinnerte an Hildegard Berns, Ursula Böning und Maria Henkel und dankte für deren Engagement.

Zum Leitungsteam der Frauengemeinschaft gehören neben Beseke, Schulze und Müller auch Birgit Eckermann, Katinka Sommer, Heike Ahlborn, Sandra Nolte, Cornelia Wüstefeld, Melanie Conrady und Margret Sommer.