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Duderstadt Hilkeröder Matthias Völker auf dem Pilgerweg nach Rom
Die Region Duderstadt Hilkeröder Matthias Völker auf dem Pilgerweg nach Rom
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20:15 11.09.2013
Von Anne Eckermann
Berge, Täler, Regen, Sonne und beeindruckend-schöne Landschaften: Der Weg vom Bodensee bis zum Genfer See entpuppt sich für Matthias Völker als Herausforderung. Quelle: EF
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Hilkerode

Dort aber trat das Grautier die Heimreise an, denn Völkel wollte Birk den Marsch durch die Schweiz über den St.-Bernhard-Pass zum Genfer See nicht zumuten.

Und diese Etappe entpuppte sich als echte Herausforderung für den Hilkeröder, der sich nach der Überfahrt über den Bodensee in Rorschach neue Schuhe zulegen musste. Ein großes Wagnis, denn Wandern in neuem, nicht eingelaufenem  Schuhwerk kann schnell zu Blasen und blutigen Füßen führen.  Doch Völkel hatte Glück, wie Ehefrau Gerlinde mitteilt.

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Nach anfänglichen Schwierigkeiten, den Jakobsweg zu finden, startete Völkel am 28. Juli. Der Weg führte ihn mehrmals bis auf 1100 Höhenmeter, „der erste Teil bis Einsiedeln ist einfach schwierig“, beschrieb der Pilger in seinen Tagesnotizen. Runter, hoch, runter, hoch – so seien die folgenden Etappen verlaufen.

„Unglaublich steil“

Mal Sonne, mal Regen, mal Gesellschaft von Mit-Pilgern, mal Einsamkeit: Der Weg durch die Schweiz bot Völker das gesamte Repertoire an Herausforderungen, aber auch an landschaftlicher Schönheit.

Unvergessen bleibe ihm auch die Erinnerung an den 1. August, den Schweizer Nationalfeiertag, der mit einem Feuerwerk gekrönt wurde. An diesem Tag musste Völkel einen Zehn-Kilometer-Aufstieg auf 4000 Höhenmeter bewältigen, „unglaublich steil“. Als „noch grässlicher“ erlebte der Hilkeröder allerdings den Abstieg.

Mit einem atemberaubenden Blick auf den Genfer See wurde Völkel am 11. August belohnt, tags drauf standen 30 Kilometer am See entlang auf dem Tagesplan, vor beeindruckender Kulisse: rechts der Blick auf Frankreich, links Berge ohne Ende.

Bei der Bewältigung des St.-Bernhard-Passes am 14. August musste Völkel („Ich hab fast meine Beine nicht mehr hochgekriegt“) an Heinrich VI. denken – und dessen Gang nach Canossa.