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Duderstadt Historische Stadtbefestigung in Duderstadt wird restauriert
Die Region Duderstadt Historische Stadtbefestigung in Duderstadt wird restauriert
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18:29 27.09.2013
Von Ulrich Lottmann
Restaurierung der Stadtmauer: Jan Wucherpfennig (l.) und Reinhard Jung setzen die angegriffene Mauerkrone instand, Jürgen Rittmeier (kl. Bild r.) den Durchgang zur Rosengasse. Quelle: Thiele
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Duderstadt

71,45 Meter misst dieser Abschnitt der historischen Stadtbefestigung. Spezialisten des Gleichener Steinmetzbetriebs Stiethenroth sind seit zwei Wochen mit der Restaurierung beschäftigt. Sie befestigen lose Steine, bessern Fugen aus, stellen die Mauerkrone wieder her.

Weitere Teilstücke am Großraumparkplatz und am Stadtpark sollen folgen. 180 Meter Mauer werden dann letztlich wieder hergestellt sein, 40 000 Euro kostet die gesamte Aktion.

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„Die Mauer steht in diesem Abschnitt auf Pfählen, wie in Venedig“, deshalb sei das Bauwerk verstärkt von Bewegung betroffen, wies Bause bei einer Besichtigung des Teilstücks auf deutliche Risse in der Verfugung.

Gewaltiger Kraftakt

Wie stark die Schäden jeweils seien, werde erst während der Arbeiten deutlich, führte Andreas Schulz von der Firma Stietenroth aus. Ein Problem sei auch der Bewuchs. Birken mit Wurzeln von eineinhalb Metern Länge hätten sie von der Mauerkorne entfernt.

Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) zeigte sich gegenüber Hermann Tallau und Norbert Baensch vom Förderkreis dankbar für den „gewaltigen Kraftakt, die Stadtmauer zu unterhalten“. „Wir unterstützen die Stadt bei dieser Maßnahme“, machte Tallau die Rolle des Förderkreises deutlich.

Die Instandhaltung der Stadtbefestigung sei ein Grund für die Gründung des Vereins vor 25 Jahren gewesen und werde weiter ein Schwerpunkt in dessen Wirken sein. „Da muss man in Generationen denken“, machte Tallau den Umfang der Aufgabe deutlich.

„Sieben und acht bleiben auf der Wunschliste“

Dabei geht es nicht nur um Instandhaltung. Fernziel sei ein durchgängiger Rundweg entlang der Stadtmauer. „Davon träumt der Förderverein nach wie vor“, verwies Baensch auf eine mögliche touristische Nutzung des Bauwerks. Dem stehen derzeit Besitzverhältnisse entgegen.

Zudem ist die Stadtmauer noch nicht komplett wieder hergestellt. „Sechs Abschnitte sind saniert, sieben und acht bleiben auf der Wunschliste“, machte Nolte die Dimension deutlich.