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Duderstadt Hobby-Gärtner Lüder schenkt Tomaten Körperwärme
Die Region Duderstadt Hobby-Gärtner Lüder schenkt Tomaten Körperwärme
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19:36 25.09.2009
Zusätzliche Pflanzen-Pflege: Jeden Morgen berührt Meinolf Lüder die Blätter seiner Tomatenpflanzen zwei Minuten lang.
Zusätzliche Pflanzen-Pflege: Jeden Morgen berührt Meinolf Lüder die Blätter seiner Tomatenpflanzen zwei Minuten lang. Quelle: Tietzek
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Zu seiner besonderen Beziehung mit den Nachtschattengewächsen ist Naturfreund Lüder durch einen Bericht in der Zeitschrift Trend gekommen. „Ich habe von einem Professor Hoffmann gelesen, der ein Experiment mit 100 Versuchspersonen und Tomaten durchgeführt hat“, berichtet der Fuhrbacher. Besagter Professor von der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf war zu dem Ergebnis gekommen, dass „geliebte Tomaten früher blühen und mehr Tomaten tragen“.

14 Tomaten an einer Rispe

Inspiriert schritt Lüder Anfang des Jahres eifrig zur Tat. Er pflanzte auf seinem Fuhrbacher Hof 50 Tomaten in gleich große Töpfe, goss und versorgte alle nach dem gleichen Muster. Nur bei sechs Exemplaren sei er von seiner gewissenhaften Routine abgewichen. „Jeden Morgen zur gleichen Zeit habe ich zwei Minuten lang die Blätter der ausgewählten Pflanzen berührt“, erklärt er. „Eine Sensation“ nennt Lüder das, was er beobachtet hat. An den Rispen der „bevorzugten“ Pflanzen seien bis zu 14 Früchte gewachsen. „Bei allen anderen waren es immer nur sechs“, sagt Lüder.
Dass er mit seiner alternativen Pflanzenpflege nicht überall auf Gegenliebe stößt, ist Lüder bewusst. Doch er bleibt der festen Überzeugung, dass sein Körpereinsatz sich ausgezahlt hat. 2800 Tomaten hat Lüder seit Beginn seines Versuchs geerntet.

Kostenlose Bestellungen

Die Frage, was er mit all den Tomaten mache, beantwortet er mit einem Aufruf: Gerne nehme er kostenlose Bestellungen (05527/72309) von Tomaten-Freunden entgegen. „Die Tomate ist eine richtige Gesundheitsbombe mit den Vitaminen A, C und E“, weiß Lüder, der seine Pflanzen im nächsten Jahr auf 130 Exemplare aufstocken und bis zu 5000 Früchte ernten will.

Von Björn Dinges