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Duderstadt Hochwasser-Einsatz in Magdeburg: Landkreis Göttingen bedankt sich bei Helfern
Die Region Duderstadt Hochwasser-Einsatz in Magdeburg: Landkreis Göttingen bedankt sich bei Helfern
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18:07 13.10.2013
Von Anne Eckermann
Mit Signalanlage: Das neue Feuerwehr-Motorrad – übergeben von Karl-Heinz Niesen (r.) – wird im Einsatz vom Seulinger Brandschützer Karl-Josef Koslowski gefahren. Quelle: Lüder
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Seulingen

 Dabei wurde auch gleich der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr der Suhlegemeinde vergrößert. Kreisbrandmeister Karl-Heinz Niesen übergab der Stützpunktwehr offiziell ein neues Krad, eine 650er-BMW mit Sonderausstattung.

„Ihre Feuerprobe hat die Maschine schon vom 8. bis 11. Juni beim Hochwasser-Einsatz bestanden“, berichtet Manfred Braun, Leiter der Katastrophenschutzbehörde beim Landkreis und – in Vertretung von Landrat Bernhard Reuter – Gastgeber des Abends.

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Das 15 000 Euro teure und geländegängige Krad ist als Feuerwehrmotorrad gebaut, mit dem gleichen Sprechfunk wie Polizei-Motorräder sowie einer Lichtzeichenanlage ausgestattet und wird zur Lage-Aufklärung und zur Verkehrssicherung eingesetzt. Gefahren wird es bei Einsätzen vom Seulinger Feuerwehrmann Karl-Josef Koslowski.

Insgesamt drei Motorräder hat der Landkreis damit im Einsatzgebiet stationiert. Eins im Brandabschnitt West in Adelebsen, ein weiteres beim Fachzug Logistik in Harste und die dritte Maschine im Bereich des Brandabschnitts Ost in Seulingen. Darüber hinaus ist hier noch ein Einsatz-Leitwagen des Landkreises stationiert.

92 Kräfte der Feuerwehrbereitschaft Ost mit 18 Fahrzeugen, 24 Feuerwehrleute des Fachzuges Logistik mit sieben Fahrzeugen und einem Krad, zwölf Mitglieder des Rotkreuz-Kreisverbandes Duderstadt mit vier Fahrzeugen sowie zwei Mitarbeiter der Kreisverwaltung seien im Sommer zur Hochwasser-Bekämpfung gestartet, so Braun.

Alles andere als selbstverständlich

Die Anforderung sei unerwartet gekommen. „Trotzdem waren alle Helfer und Fahrzeuge innerhalb von dreieinhalb Stunden abfahrbereit und hatten sogar noch 10 000 Sandsäcke aus den Beständen des Landkreises im Gepäck“, erinnert sich Braun noch voller Respekt an die Leistung der Freiwilligen.

„Gerade in solch einer Situation ist professionelle Hilfe unverzichtbar, denn da kann auf eine Sicherheits-Infrastruktur zurückgegriffen werden“, betont Braun in seiner Begrüßungsansprache. Die Bereitschaft, solch einen Einsatz zu übernehmen, sei alles andere als selbstverständlich: „Sie waren drei Tage weg von zu Haus und vom Arbeitsplatz, haben viel Freizeit und Kraft investiert.“

Auch Kreisbandmeister Karl-Heinz Niesen – selbst mit im Hochwasser-Einsatz – erinnerte sich noch gut an die drei anstrengenden, aber auch spannenden Tage im Juni. „Wir wollen den Einsatz noch einmal reflektieren, uns über unsere Erlebnisse austauschen“, verwies er auf die im Hintergrund laufende Dia-Schau mit „Impressionen aus Magdeburg“.

Die Bürger, so Niesen weiter, könnten stolz sein auf ihre Einsatzkräfte. „Auf der Beliebheitsskala steht die Feuerwehr immer auf Platz eins. Dafür kann man sich zwar nichts kaufen, aber wir wollen euch die verdiente Anerkennung zollen“, betonte der Kreisbrandmeister.