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Duderstadt Hochwassergefahr nach Schneeschmelze
Die Region Duderstadt Hochwassergefahr nach Schneeschmelze
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18:24 07.01.2011
Von Kuno Mahnkopf
Kontrolliert und warnt: Engelbert Bartz am Verbindungsweg Rüdershausen-Lütgenhausen.
Kontrolliert und warnt: Engelbert Bartz am Verbindungsweg Rüdershausen-Lütgenhausen. Quelle: Blank
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In der gewässerreichen Samtgemeinde Gieboldehausen, die von Rhume, Eller und Hahle durchflossen wird, ist man auf zum Wochenende drohendes Hochwasser eingestellt. „Die Schneeschmelze verläuft glücklicherweise relativ kontinuierlich, bislang ist noch alles im grünen Bereich,“ meinte gestern Bauamtsleiter Klaus-Dieter Grobecker: „Wir stehen aber Gewehr bei Fuß.“

Das tut auch Engelbert Bartz: Seit 1999 überwacht der 65-jährige ehrenamtlich die Flutmulde für die Rhume an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Rüdershausen und Lütgenhausen. Läuft die Mulde voll, klappt der Rüdershäuser Rentner an beiden Uferseiten Schilder auf, die vor Hochwasser warnen und die Durchfahrt untersagen. Die Sperrbarken, die anfangs eingesetzt worden sind, wurden immer wieder von Autofahrern beiseite geräumt.

„Noch ist die Flutmulde nicht überschwemmt, der Rhume-Pegel hat noch rund 15 Zentimeter Luft“, teilte Bartz gestern mit. Er rechnet aber damit, dass die Straße am Wochenende gesperrt werden könnte. „Es ist zwar schon viel Schnee weggetaut, doch der Rest könnte uns in Verbindung mit weiteren Regenfällen noch Probleme bereiten“, meint auch Grobecker und verweist auf gefährdete Bereiche wie das Bahnhofsviertel und die Kläranlage in Gieboldehausen.

Ebenso wie auf Hochwasser ist die Samtgemeinde Gieboldehausen auch auf einen erneuten Wintereinbruch eingestellt. „Wir haben keinerlei Salzmangel“, betont Grobecker. Gerade habe man erst wieder eine Fuhre mit 20 Tonnen Streusalz erhalten, die Bunker seien voll. Bereits im Oktober hatte die Samtgemeinde 125 Tonnen Streusalz für den Winter eingelagert – statt der in den Vorjahren üblichen 75 Tonnen.