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Duderstadt Hoffnung auf Ortsumgehung im Norden bleibt
Die Region Duderstadt Hoffnung auf Ortsumgehung im Norden bleibt
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18:48 12.09.2014
Von Nadine Eckermann
Mingerode Richtung Obernfeld: Seit Jahren versuchen die Gemeinden, eine Umgehungsstraße für die Orte durchzusetzen. Quelle: Archiv (Symbolfoto)
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Obernfeld

Nach einem Ortstermin mit Bundestagsabgeordnetem Fritz Güntzler (CDU) im Juli und dessen Anfrage an Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (CDU), hatten sich die Eichsfelder erhofft, einen besseren Platz in der Prioritätenliste zur Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes zu erreichen.

Ferlemanns Antwort liegt nun vor. Allerdings: Ob die nördliche Umgehung Duderstadt mit höherer Dringlichkeit behandelt wird, verspricht der Staatssekretär nicht. „Die Ortsumgehung ist vom Land Niedersachsen für eine erneute Beurteilung im Rahmen der Aufstellung des Bundeswegeverkehrsplans 2015 angemeldet worden“, erklärt Ferlemann.

„Die abschließende Entscheidung zur Einstufung eines Vorhabens in den Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen und dessen Dringlichkeit obliegt dem Deutschen Bundestag mit der Verabschiedung des jeweiligen Fernstraßenbaugesetzes.“

Die Prüfung umfasse das Kosten-Nutzen-Verhältnis, netzkonzeptionelle, raumordnerische, städtebauliche und ökologische Aspekte. „Ich bitte um Verständnis, dass ich der Entscheidung des Deutschen Bundestages nicht vorgreifen kann“, sagt Ferlemann. Eine belastbare Aussage zur Einstufung der Nordumgehung in einem zukünftigen Bedarfsplan könne er nicht geben.

Güntzler wie auch Ehbrecht und Ortsbürgermeister Karl-Bernd Wüstefeld (CDU) hoffen dennoch auf eine positive Entwicklung für die Anwohner an der Bundesstraße 247: „Dieses Projekt führt zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Verbesserung der Lebensqualität“, macht sich Güntzler stark.

RollshausenMingerode

Rund 8500 Fahrzeuge durchqueren täglich die engen Straßen von Obernfeld und Mingerode. Viele Fahrer nutzen die Strecke, um von der Autobahn 7 schneller auf die A 38 zu gelangen. Um der hohen Verkehrsbelastung einen Riegel vorzuschieben, wünschen sich die Bewohner der Orte eine Umgehungstraße mit Anschluss bis Westerode.

Lärm, hohe Unfallzahlen und negative Beeinträchtigungen für die Anwohner sollen damit passé sein. Die Planungen für die Nordumgehung liegen bereits vor:  Kurz hinter der Kreuzungseinmündung nach Rollshausen soll die Umgehung beginnen und als Schleife um Obernfeld und Mingerode bis Westerode führen, beinahe parallel zur alten Bahntrasse.