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Duderstadt Holzbank wird zum Segensort
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00:16 28.11.2017
Segnung der Bank: Gabriele Viecens und Probst Bernd Galluschke. Quelle: Hey
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Duderstadt

Eine neue Holzbank soll in Kürze an einem noch nicht festgelegten Ort in Duderstadt zum Verweilen einladen. Die Segnung der Bank gehörte zum Programm eines Studientages über das Projekt „SegensOrte“, zu dem am Sonnabend rund 80 Teilnehmer in die Integrierte Gesamtschule St. Ursula kamen.

Sie informierten sich über das Projekt, setzten sich mit dem Thema auseinander und begaben sich gedanklich auf die Suche nach eigenen Segensorten. Die Vorgeschichte des Projektes beginnt mit dem Konzept der lokalen Kirchenentwicklung, das vom Bistum Hildesheim entwickelt wurde, erläuterte Gabriele Viecens aus der Hauptabteilung Pastoral. Ziel des Konzeptes sei, dass Kirche dort gestärkt werde, wo die Menschen leben.

Ein wichtiges Charakteristikum von Kirche sei, dass Menschen „Segen erfahren, wenn Kirche geschieht“, betonte Viecens. In Kooperation mit einer Agentur sei der Begriff „SegensOrte“ entstanden, berichtete der Gast.

Gespräche über Segen setzen Energie frei

Die Hauptabteilung Pastoral habe bei den Dekanaten Untereichsfeld und Göttingen angefragt, ob die Bereitschaft bestehe, das Projekt auszuprobieren „und mit den Menschen zu schauen, wo Orte sind, die ein Segen sind“, erläuterte Propst Bernd Galluschke. Die ersten Workshops hätten gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema viel Energie freisetze und die Wirklichkeitswahrnehmung verändere. Es trage dazu bei, das Verständnis für Kirche zu weiten und „nicht nur eng um den Kirchturm herum zu denken“, ergänzte Viecens. In Arbeitsgruppen sei das Projekt weiterentwickelt und im Spätsommer die Idee der Holzbank als Segensort entwickelt worden.

Ein Teilnehmer der Vorbereitungstreffen habe das Foto einer Bank gezeigt, die in Wacken am Rande des dortigen Musik-Festivals steht und auf der „viele Menschen drauf sitzen und sich wohl fühlen“, berichtete Galluschke. Es sei ein Ort, der Gemeinschaft und Kommunikation“, betonte Galluschke.

Tischlerei in Ferna fertigt Bank

Die Duderstädter Bank werde noch von Schülern der St.-Ursula-Kirche verziert und das SegensOrte-Logo darauf befestigt. Mit den Mitgliedern des Ortsrates solle geklärt werden, wo die Bank stehen dürfe. Das Sitzmöbel habe eine Tischlerei in Ferna gefertigt. Galluschke: „Wenn es Streit gibt, dann stellen wir sie vor die Kirche.“

Zu Beginn hatte Viecens und Galluschke gemeinsam durch den Raum gehend die Bibelstelle „Gott, du sollst ein Segen sein“ vorgetragen“. Die Zuhörer erfuhren, welche zehn Segensorte in den Projektgruppen in den Blick geraten seien. Schließlich befassten sich die Teilnehmer mit der Frage, was für sie ein Segensort sei.

„Mich fasziniert, dass wir anfangen unser Alltagsleben zu deuten“, meinte Rebekka-Chiarra Hengge, Gemeindereferentin aus Dresden. Deutlich werde, „dass jeder Mensch in seinem Leben einen Segensort finden kann.“ Viele Menschen könnten in einen positiven Prozess eingebunden werde.

Auch der geplante Inklusive Campus war am Sonnabend ein Segensort, über den Teilnehmer sprachen. „Dort werden Menschen aus allen Nationalitäten mit und ohne Behinderung zusammengeführt“, betonte Marita Eckermann aus Duderstadt, Leiterin der Kindertagesstätte St. Klaus.

Von Axel Artmann

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