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Duderstadt Auf Handhygiene kommt es an
Die Region Duderstadt Auf Handhygiene kommt es an
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00:30 23.11.2017
Hygieneaktionstag an St. Martini: Sophia Langesch lässt Wachsabdruck ihrer rechten Hand anfertigen.
Hygieneaktionstag an St. Martini: Sophia Langesch lässt Wachsabdruck ihrer rechten Hand anfertigen. Quelle: Richter
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Lindau

Wie wichtig Händehygiene im Krankenhaus ist, haben Interessierte am Montag in St. Martini erfahren. Beim Hygieneaktionstag informierte das Hygieneteam des Hauses zusammen mit Schülern der hauseigenen Krankenpflegeschule an mehreren Stationen über die Übertragung von Infektionen und Erregern sowie effektive Vermeidungs- und Präventionsstrategien.

„Wir möchten, dass Patienten, Besucher und Personal alles über die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Händehygiene erfahren“, sagte Ines Liebig, Fachkrankenschwester für den OP-Bereich, die auch als Hygieneberaterin und Dozentin tätig ist und seit Anfang des Jahres 2017 die Hygiene-Abteilung von St. Martini organisiert. Hierzu wurde eine „Händestraße“ aufgebaut, die sich an den fünf Punkten der Weltgesundheitsorganisation orientiert. Diese machten deutlich, wann eine Händedesinfektion im Krankenhaus erforderlich sei, erklärte Liebig. Das WHO-Modell beruht auf Erkenntnissen, wie Erreger im Krankenhaus übertragen werden.

Desinfektion zum eigenem Schutz

„Beim Betreten des Krankenhauses, bevor man das Patientenzimmer betritt oder im Patientenzimmer und beim Verlassen des Krankenhauses sollte man sich zum eigenen Schutz die Hände desinfizieren“, erläuterte Angelika Lindner, Lehrerin für Pflegeberufe. Wichtig sei, auch den Bereich zwischen den Fingern, die Fingernägel und den Daumen zu ausreichend zu desinfizieren

An der ersten Station erfuhren Interessierte, warum die Hände vor dem direkten Patientenkontakt geschützt werden sollten. Dies betreffe beispielsweise das Messen von Vitalfunktionen wie Blutdruck, Puls und Temperatur, sagte Krankenpflegeschülerin Nathalie Glakenmeier. Die zweite Station verdeutlichte die Wichtigkeit der Handedesinfektion vor dem Kontakt mit nicht intakter Haut, Schleimhaut oder dem Anlegen der Handschuhe oder der Medikamentenzubereitung. An der dritten Station informierten Krankenpflegeschüler darüber, wie wichtig die Händehygiene nach dem Kontakt mit „infektiösen Materialien“ ist, womit unter anderem Blut, Urin, Spucke und Erbrochenes gemeint sind. Das richtige Verhalten in der Zeit nach dem Patientenkontakt thematisierte das Team an Station vier und an Station fünf ging es um Kontakt mit Oberflächen in unmittelbarer Umgebung des Patienten, wie Klingel, Bettbedienung und Nachtschrank.

Besucher erhalten Wachsabdruck ihrer Hand

Für Besucher des Hygienetages blieb es nicht bei grauer Theorie. Sie konnten an der Black Box testen, wie gut ihre Hände desinfiziert sind – eine ausreichende oder nicht-ausreichende Benetzung wurde mit einem fluoreszierenden Zusatz sichtbar gemacht. Wachshände sollten dazu dienen, dass der Hygieneaktionstag bei allen Besuchern möglichst lange in Erinnerung bleibt. Diese konnten sich Besucher beim sogenannten Wax-Cloning anfertigen lassen und einen dreidimensionalen Originalabdruck ihrer Hand mit nach Hause nehmen.

Von Axel Artmann

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