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Duderstadt Elterninitiative kritisiert Kreis und Bistum
Die Region Duderstadt Elterninitiative kritisiert Kreis und Bistum
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18:43 30.03.2017
Von Kuno Mahnkopf
Quelle: Richter/Archiv
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Duderstadt

Ein Knackpunkt ist die Frage, ob der Landkreis die Trägerschaft für die freie Schule übernehmen kann. Schuldezernent Marcel Riethig hat das unter Berufung auf Schulbehörde und -gesetz verneint, Brunotte hält es „definitiv für möglich“ und beruft sich ebenfalls auf die Landesschulbehörde. Deren Sprecherin Bianca Schöneich teilt auf Nachfrage mit, dass das Schulgesetz eine einfache Übernahme der Trägerschaft nicht zulasse. Es gebe aber die Möglichkeit, das Schulgebäude zu übernehmen oder in einem anderen Gebäude eine neue Schule in Trägerschaft des Kreises einzurichten. Das gelte dann als Neuerrichtung einer Schule, die bei der Landesschulbehörde zu beantragen sei.

Vor diesem mit einer Elternabfrage verbundenen Akt scheine sich die Kreisverwaltung drücken zu wollen, meint Brunotte, der sein Kind für das kommende Schuljahr an der Integrierten Gesamtschule anmelden wollte und auf mehr als 2700 Unterschriften für den Schulerhalt verweist. Das mache den Kreis offenbar nervös. „Man will eine Befragung scheinbar vermeiden und das Thema möglichst schnell beenden, damit die störenden und momentan immer aktiver und wütender werdenden Eltern bitte brav aufgeben und ihren Mund halten“, meint Brunotte und moniert, dass die IGS-Problematik nicht auf der Tagesordnung der Kreistagssitzung am Freitag, 31. März, steht: „Das Thema ist noch lange nicht tot. Wir sind bereit, für die IGS Duderstadt zu kämpfen.“ Als Angebotsschule mit einem großen Einzugsgebiet würden auch andere Duderstädter Schulen durch die Einrichtung einer IGS nicht gefährdet.

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In den wenigen Monaten bis zum nächsten Schuljahr sei das nicht zu stemmen, räumt der Elternvertreter aus Wulften ein. Im nächsten Jahr wäre aber durchaus eine Übernahme der IGS möglich: „Doch wie soll das gehen, wenn jetzt schon keine Schüler mehr aufgenommen werden?“. Das Bistum Hildesheim habe immer wieder betont, wie wichtig der Kirche das Wohl der Schüler sei und wie bemüht es sei, den Landkreis als neuen Träger zu gewinnen. Das stelle sich jetzt als „Vortäuschung falscher Tatsachen“ heraus: „Eine Übernahme innerhalb weniger Monate ist völlig unrealistisch - und das weiß auch das Bistum.“ ku