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Duderstadt Immer weniger Obstbäume in Eichsfelder Gärten
Die Region Duderstadt Immer weniger Obstbäume in Eichsfelder Gärten
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20:20 31.07.2013
Regen lässt Obst wachsen: Der späte Frost hat den Kirschbäumen im Altkreis Duderstadt – hier ein Exemplar auf der Duderstädter Streuobstwiese – nicht geschadet.
Regen lässt Obst wachsen: Der späte Frost hat den Kirschbäumen im Altkreis Duderstadt – hier ein Exemplar auf der Duderstädter Streuobstwiese – nicht geschadet. Quelle: Thiele
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Eichsfeld

Die Natursaftkelterei Lothar Ott in Bernshausen hat bisher keine Probleme. „Der späte Frost hat die Blüte nicht erreicht“, berichtet Angela Ott. Und der Regen der vergangenen Tage käme genau zur rechten Zeit.

Die Natursaftkelterei Bernshausen bezieht ihre Früchte von Streuobstwiesen im Landkreis Göttingen, aber auch von eigenen Bäumen sowie durch die Anlieferung von Kunden.

Auf dem Gut Herbigshagen in Duderstadt gibt es ebenfalls keine Ernteeinbußen nach der langen Kälteperiode im Frühling. „Das Obst ist halbwegs im grünen Bereich“, berichtet Christoph Neumann von der Heinz- Sielmann-Stiftung. Auch er begrüßt den Regen. „Wäre es weiter so heiß und trocken geblieben, hätte es sicher Einbußen bei Äpfeln und Birnen gegeben“, sagt Neumann.

Sorge um die Früchte hatte auch Horst Apel, Inhaber der Obstkelterei Apel in Teistungen. Die Blüte sei aufgrund der langanhaltenden Kälte verspätet gewesen, „und wenn es weiter so trocken geblieben wäre, würden die Früchte natürlich langsamer wachsen“, betont Apel.
Im Moment stehen schwarze und rote Johannisbeeren aber auch Stachelbeeren hoch im Kurs.

„Sauerkirschen gibt es dieses Jahr jedoch sehr wenig“, berichtet Apel. Die Anlieferung durch Kunden sinke stetig, „weil es in den Gärten nicht mehr viele Obstbäume gibt. Das, was steht, sind alles Restbestände.“ Hoffnungsvoll blickt Apel dennoch auf die Apfelernte, die am 10. September beginnen wird.