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Duderstadt Immingerode kann Projekt Glaubensspuren umsetzen
Die Region Duderstadt Immingerode kann Projekt Glaubensspuren umsetzen
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00:19 15.08.2018
Immingerode ist eines der sechs Dörfer Duderstadts, die sich als Dorfregion Fördermittel für die Dorfentwicklung erhoffen. Immingerodes Ortsbürgermeister Stefan Stollberg an einer der Stationen des Kreuzweges. Quelle: Eichner-Ramm
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Immingerode

Mit drei potenziellen öffentlichen Projekten ist Immingerode in den Vorüberlegungen angetreten. Konkret umgesetzt werden kann nun, nachdem im Juli der Bewillilgungsbescheid eingegangen ist, das Projekt Glaubensspuren. Dieses sei aus dem Arbeitskreis Dorferneuerung hervorgegangen, erklärt Rudolf Wengerek bei der Stadt Duderstadt für die Stadtplanung zuständig. Das Vorhaben wurde dank der Dorfentwicklung angestoßen, erhält eine Förderung allerdings nicht über die Dorfentwicklung, sondern aus einem Kulturerbe-Fördertopf im Rahmen der ZILE-Richtlinie.

Es handelt sich um den Kreuzweg der von Immingerode den Pferdeberg hinauf führt und dem beim Projekt Glaubensspuren das auf Tiftlingeröder Gebiet stehende Wegekreuz zugeordnet wurde. Das Tiftlingeröder Wegekreuz wäre als Einzelmaßnahme nicht förderfähig gewesen, erklärt Wengerek. Daher sei mit dem Projekt Glaubensspuren eine Paketlösung geschnürt worden. Im Januar 2018 war Antragstellung, und nachdem am 9. Juli der Zuwendungsbescheid eingegangen ist, soll jetzt möglichst zeitnah mit der Umsetzung begonnen werden.

Ortsratswunscht: Möglichst schnell umsetzen

Das wünscht sich auch Ortsbürgermeister Stefan Stollberg: „Wir hoffen, dass die Stadt nun möglichst schnell die Aufträge erteilt, damit das Projekt zügig angegangen werden kann.“ Es sei Wille des Ortsrates gewesen, das Projekt möglichst schnell anzugehen, denn es werde schon viele Jahre auf die Sanierung gewartet, berichtet der Ortsbürgermeister. Dafür sei sogar in Kauf genommen worden, dass aus dem Kulturerbetopf „nur“ 53 Prozent der Kosten gefördert werden. Bei der Dorferneuerung wären 63 Prozent möglich gewesen, dann hätte aber die Antragstellung erst im September erfolgen können, ergänzt Wengerek und bezifferte das Gesamtinvestitionsvolumen auf rund 107 000 Euro.

Die 14 Kreuzwegstationen seien dringend sanierungsbedürftig. Der Sandstein der Klusen ist marode und müsse aufgearbeitet werden. Auch die kolorierten Reliefs müssten erneuert werden. Beides Arbeiten, für die es eines qualifizierten Restaurators bedürfe, so Wengerek. Im Rahmen des Projektes Glaubensspuren soll aber auch der Weg selbst eine Aufwertung erfahren, etwa in dem er hergerichtet und mit Bänken versehen wird. Außerdem müssten die Wasserableiter überarbeitet werden, damit bei starken Regenfällen nicht wieder die Erdmassen Weg und Straße hinunter gespült werde, erklärt Stollberg. Er kündigt außerdem an, dass nach Abschluss des Projektes – der Bewilligungsbescheid nennt eine Frist bis Ende Mai 2019 – der Weg für Fahrzeuge jeglicher Art und auch für Reiter gesperrt werden soll.

Versammlungsort im Quartier Pfarrgasse/Böseckendorfer Straße

Während die Sanierung des Kreuzweges als Teil der Glaubensspuren nun voraussichtlich in Kürze beginnen wird, stecken zwei weitere Projektideen im Rahmen der Dorfentwicklung noch in der Ideenphase. So wünschen sich die Immingeröder eine Entwicklung im Quartier Pfarrgasse/Böseckendorfer Straße, wo in Zukunft ein Hauptversammlungsort entstehen soll. Ziel sei es, berichtet Stollberg, das Pfarrhaus von der Kirche zu erwerben, allerdings lägen die Preisvorstellungen des Bistums Hildesheim und der Gemeinde deutlich auseinander. Die Immobilie soll künftig einmal neben Versammlungsraum und Dorfarchiv auch die verschiedenen Kinder- und Jugendgruppen im Ort aufnehmen. Aufgrund der notwendigen Renovierungs- und mit Blick auf Barrierefreiheit und Brandschutz erforderlichen Umbauarbeiten sei das Projekt unter derzeitigen Vorzeichen nicht finanzierbar. Dennoch hofften die Immingeröder, dass es als zweites Projekt noch in den Genuss einer Förderung komme.

Wegeverbindung als Wunsch

Schließlich führt Immingerode als einen weiteren Wunsch die Wegeverbindung von der Kirche über den Dorfplatz am Wasserlauf entlang bis zum Beginn des Kreuzweges auf. „Dieser wichtige Verbindungsweg wird viel genutzt“, erklärt Stollberg. Angesichts der beiden anderen Projekte sei dieser Wunsch aber zunächst hinten angestellt worden. Auch damit die anderen fünf Ortschaften die Chance hätten, ebenfalls Projekte im Rahmen der Dorferneuerung anzumelden und gefördert zu bekommen.

Die Kirchmauer in Immingerode wird derzeit bereits saniert. Hierfür trat die Kirchengemeinde als privater Antragsteller bei der Dorferneuerung auf und erhielt eine Förderung von etwa 50 Prozent. 2016 sei der Antrag gestellt worden, so Wengerek, der Bescheid sei im November 2016 eingegangen, und die bereits verlängerte Umsetzungsfrist ende zum Jahresende 2018.

Fördermöglichkeit für sechs Dörfer

Breitenberg, Gerblingerode, Hilkerode, Immingerode, Tiftlingerode und Westerode – das sind die sechs Dörfer, die als „Dorfregion Duderstädter Dörfer“ 2014 in das Förderprogramm Dorfentwicklung des Landes Niedersachsen aufgenommen wurden. Ziel des Programms ist es, die Lebensqualität in ländlichen Räumen zu erhalten und zu verbessern. Dazu sollen Geheimschaftseinrichtungen und Nahversorgung aber auch Orstbild und Dorfcharakter im Mittelpunkt stehen.

Gefördert werden können private Vorhaben mit bis zu 30 Prozent, wobei immer im Einzelfall geprüft wird, ob die Kriterien der sogenannten ZILE-Richtlinie (ZILE = Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung) erfüllt werden. Eigentümer älterer Gebäude oder früher landwirtschaftlich genutzter Immobilien, die saniert oder umgenutzt werden sollen, können sich unverbindlich und kostenlos vom Fachdienst Stadtplanung der Stadt Duderstadt beraten lassen – Kontakt: Anna-Lena Karnbach, Telefon 05527/841-140, E-Mail: a.karnbach@duderstadt.de.

Einmal im Jahr, im September, können Förderanträge über das Amt für Regionale Landesentwicklung gestellt werden. Insgesamt wurden bisher in der Dorfregion Duderstädter Dörfer 92 Beratungsgespräche geführt. 24 Anträge von Privatpersonen gestellt, 18 davon wurden bewilligt, vier abgelehnt und zwei zurückgezogen (Stand Ende Juli 2018). Das Förderprogramm zur Dorferneuerung läuft voraussichtlich noch bis zum Jahr 2022, letztmöglicher Termin für einen privaten Förderantrag ist der 15. September 2022.

Fördermöglichkeiten für sechs Dörfer

Breitenberg, Gerblingerode, Hilkerode, Immingerode, Tiftlingerode und Westerode – das sind die sechs Dörfer, die als „Dorfregion Duderstädter Dörfer“ 2014 in das Förderprogramm Dorfentwicklung des Landes Niedersachsen aufgenommen wurden. Ziel des Programms ist es, die Lebensqualität in ländlichen Räumen zu erhalten und zu verbessern. Dazu sollen Geheimschaftseinrichtungen und Nahversorgung aber auch Orstbild und Dorfcharakter im Mittelpunkt stehen. Gefördert werden können private Vorhaben mit bis zu 30 Prozent, wobei immer im Einzelfall geprüft wird, ob die Kriterien der sogenannten ZILE-Richtlinie (ZILE = Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung) erfüllt werden. Eigentümer älterer Gebäude oder früher landwirtschaftlich genutzter Immobilien, die saniert oder umgenutzt werden sollen, können sich unverbindlich und kostenlos vom Fachdienst Stadtplanung der Stadt Duderstadt beraten lassen – Kontakt: Anna-Lena Karnbach, Telefon 05527/841-140, E-Mail: a.karnbach@duderstadt.de.

Einmal im Jahr, im September, können Förderanträge über das Amt für Regionale Landesentwicklung gestellt werden. Insgesamt wurden bisher in der Dorfregion Duderstädter Dörfer 92 Beratungsgespräche geführt. 24 Anträge von Privatpersonen gestellt, 18 davon wurden bewilligt, vier abgelehnt und zwei zurückgezogen (Stand Ende Juli 2018). Das Förderprogramm zur Dorferneuerung läuft voraussichtlich noch bis zum Jahr 2022, letztmöglicher Termin für einen privaten Förderantrag ist der 15. September 2022.

Von Britta Eichner-Ramm

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