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Duderstadt In Eichsfelder Fachgeschäften gibt es satte Rabatte
Die Region Duderstadt In Eichsfelder Fachgeschäften gibt es satte Rabatte
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21:33 28.07.2014
Plakative Rabattaktionen: In vielen Duderstädter Geschäften ist Schluss-Verkauf angesagt. Quelle: Lüder
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Duderstadt

„Wir haben schon eine Menge reduzierte Ware verkauft“, berichtet Jochen Mitschke vom gleichnamigen Sport- und Modefachgeschäft. Die sommerlichen Temperaturen hätten dazu beigetragen, dass leichte Bekleidung wie T-Shirts und Bademoden stark nachgefragt wird. „Das Wetter soll so bleiben“, lautet denn auch der Wunsch von Mitschke.

Das häufig schwül-warme Klima wirkt sich jedoch nicht nur positiv auf die Nachfrage aus. „Dann haben viele Menschen keine Lust, Kleidung auszuprobieren“, beobachtet Friederike Rössing-Schmalbach, die beim Duderstädter Modehaus  E+R für den Wareneinkauf zuständig ist.

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Wenn Herren durch die reduzierten Preise in Kaufstimmung seien, dann würden sie sich häufig für kurze Hosen, T-Shirts oder Polos entscheiden. Bei Damen seien kurzärmelige Blusen und leichte Sommerröcke gefragt.

Der Schluss-Verkauf hat für viele Eichsfelder offenbar aber nicht mehr die Bedeutung wie in vergangenen Zeiten. „Früher war das Interesse größer“, so der Eindruck von Rössing-Schmalbach, nach deren Worten sich das Rabattniveau auf dem der Vorjahre bewegt.

Start der Aktion

„Wir wollen den Kunden mit Reduzierungen die Gelegenheit geben, zum Start der Ferienzeit günstig für den Urlaub einzukaufen“, sagt David Gerlach vom Fachgeschäft Draeger und Heerhorst. Sonnenbrillen als sommerliche Saisonware werden zu gesenkten Preisen angeboten.

„Das läuft ganz gut an“, bilanziert Gerlach den Start der Aktion. Gerade Werbung im sozialen Netzwerk Facebook würde dazu beitragen, dass junge Menschen auf entsprechende Angebote aufmerksam werden und dann gezielt in das Geschäft kommen.

„Es ist bislang ziemlich verhalten angelaufen“, beschreibt Elfi Keßler-Seidel das Interesse am Schluss-Verkauf. Die Mitarbeiterin im Duderstädter Schuhhaus Kühn führt dies auf den späten Termin für die Sommerferien zurück. Die meisten Menschen wollen sich vor dem Urlaub offenbar mit Ausgaben zurückhalten, ist ihre Vermutung. Wenn gekauft wird, dann besonders Sandaletten und Pantoletten, so Keßler-Seidel.

Verbraucher nutzen den sommerlichen Einkaufsbummel oft auch, um sich modisch auf die nächste Jahreszeit vorzubereiten. „Viele schauen sich schon nach Herbstkollektionen um“, ergänzt ihre Kollegin Claudia Krabbe.

Artikel reduziert angeboten

„Wir sind eine sehr witterungsabhängige Branche“, sagt Bernd Frölich vom gleichnamigen Schuhhaus auf der Duderstädter Marktstraße. Aufgrund des außergewöhnlich milden Frühlings und des bislang zumeist sonnigen und warmen Sommers „haben wir das Warenlager im Griff“. Trotzdem würden Artikel reduziert angeboten.

Das Interesse an der entsprechenden Ware sei „ganz zufriedenstellend“. Da Frauen in aller Regel emotionaler beim Schuhkauf seien, lasse sich das weibliche Geschlecht auch eher durch Rabatte zum Schuhkauf animieren. Im Vergleich zu früheren Jahren habe der Sommer-Schluss-Verkauf für die Verbraucher aber deutlich an Bedeutung verloren, registriert  Frölich.

In einer vor wenigen Tagen veröffentlichten Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young wollen sich bundesweit 44 Prozent der Einzelhändler am Sommer-Schluss-Verkauf beteiligen. Besonders hoch sei die Quote im traditionellen Fachhandel, wo demnach 62 Prozent der Händler bei der Reduzierungsaktion dabei sein möchten.

Rabatt-Aktionen gibt es aber längst nicht nur beim Sommer-Schluss-Verkauf. Drei Viertel der Händler starten im Laufe des Jahres gezielte Schnäppchen-Aktionen, jeder vierte bringt es sogar auf mehr als fünf Aktionen pro Jahr, lauten weitere Ergebnisse der Befragung.

Von Axel Artmann