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Duderstadt Virtual Reality im historischen Rathaus
Die Region Duderstadt Virtual Reality im historischen Rathaus
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00:32 04.03.2018
Dominik Mayer von der Firma Holocade demonstriert die Nutzung von VR-Brille und Zubehör. Quelle: Pförtner
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Duderstadt

„Hier treffen Gegensätze aufeinander“, begrüßte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte die Gäste im Bürgersaal des Rathauses. „Sie sitzen auf einem Gebälk von 1302 und dann sind da die virtuellen Welten, die wir beackern wollen.“

„Virtual Reality – was ist das?“, fragte hoshi.games-Gründer Heiko Ihde die Besucher aus Wirtschaft, Verwaltung und Institutionen. „Die meisten wissen: Da setzt man eine Brille auf und dann passiert etwas.“ Die Technologie lebe davon, dass man sie ausprobiere, sagte Tim Mittelstädt vom APITs Lab. Das APITs Lab, angesiedelt bei der nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen / Bremen, sei eine Initiative des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft. APITs stehe für „Applied Interactive Technologies“, also angewandte interaktive Technologien. Zu diesen zählen die Virtual Reality (VR) und die Augmented Reality (AR). Die beiden unterscheiden sich nach Angaben von Mittelstädt darin, dass der Nutzer bei VR eine Brille aufhat, die ihm eine eigene Welt zeigt, wohingegen er bei AR durch eine Brille schaut, die ihm zusätzliche Informationen liefere.

Typische Spielelemente in anderem Umfeld

Auch Gamification-Ansätze zählen zu den APITs. Gamification ist die Anwendung von typischen Spielelementen in einem anderen Umfeld. So sei zum Beispiel das Sammeln von Kundenpunkten an Kassen in Supermärkten ein Ansatz von Gamification, wie Mittelstädt erklärt.

Bürgermeister Wolfgang Nolte begrüßt die Besucher beim Informationsabend zum Thema Virtual Reality im Duderstädter Rathaus. Quelle: Pförtner

Viele Unternehmer fragten sich, warum sie virtuelle Realität in ihrer Firma nutzen sollten, schließlich sollten ihre Mitarbeiter ja arbeiten und nicht spielen. Doch Gamification bedeute auch, Nutzerfreundlichkeit zu generieren, erläutert Mittelstädt. Und gerade in der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen spielten 81 Prozent. Das seien die Arbeitnehmer von morgen. „Und sie sind andere Benutzeroberflächen gewohnt als zum Beispiel ­Excel.“

Spielerisch Hähnchen zubereiten

Mittelstädt berichtete von verschiedenen Anwendungsbeispielen. So habe eine Fastfoodkette ein Spiel entwickelt, in dem die Mitarbeiter verschiedene Aufgaben lösen müssen. In diesem Fall hätten sie dabei gelernt, wie sie Hähnchen zubereiten. Dabei habe das Unternehmen herausgefunden, dass die Mitarbeiter, die dieses Spiel genutzt hatten, die Hähnchen doppelt so schnell zubereiteten wie die, die es ohne das Spiel gelernt hatten – und das ganz ohne Materialverbrauch im Lernprozess.

Auch für Schulen gebe es, wie Mittelstädt erklärte, bereits interessante Ansätze. So könnten Schüler in einem virtuellen Chemielabor experimentieren. Die Universität von Los Angeles nutze VR bei der Ausbildung von Ärzten und simuliere zum Beispiel realitätsnahe Situationen. Auch Volkswagen nutze bereits VR in der Ausbildung. Aber auch in der Werbung lasse sich die Technik einsetzen. Zum Beispiel könnten Häuser besichtigt werden, die noch gar nicht gebaut sind.

Frei bewegen im virtuellen Raum

Dominik Mayer von der Firma Holocade demonstriert die Nutzung von VR-Brille und Zubehör. Quelle: Pförtner

VR begeistere jeden, der die Brille aufsetzt, ist sich Dominik Mayer von Holocade sicher. „Der Vorteil ist, dass sich der Nutzer in der virtuellen Realität frei bewegen kann.“ Dabei schalte er die Außenhülle ab und konzentriere sich komplett auf das, was er gerade erlebe. Deshalb eröffne sich zum Beispiel auch die Möglichkeit, ein VR-System in Therapien einzusetzen.

Zu der Veranstaltung hatten die Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG) zusammen mit der Stadt Duderstadt, dem Südniedersachsen Innovationscampus (SNIC) und dem APITs Lap eingeladen.

Von Rüdiger Franke

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