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Duderstadt Interdisziplinäre Eichsfeldfreunde auf Exkursion
Die Region Duderstadt Interdisziplinäre Eichsfeldfreunde auf Exkursion
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00:18 21.08.2017
Exkursionsleiter Karl-Heinz Kraass (rechts) überreicht einen Lutherpass an Bürgermeister Wolfgang Nolte. Quelle: Rüdiger Franke
Duderstadt

Die Interdisziplinären Eichsfeldfreunde hat Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) am Freitag während ihrer 34. Exkursion ins Eichsfeld empfangen. „Dies ist ein Kontakt, der bis in die Tiefen des vergangenen Jahrhunderts reicht“, begrüßte er sie im Rathaus.

Die Gruppe der Eichsfeldfreunde entstand noch zu Zeiten der DDR während eines Bau-Kolloquiums in Mühlhausen, erklärt Exkursionsleiter Karl-Heinz Kraass. „Dabei haben wir Ausflüge ins Eichsfeld unternommen.“ Seit 1982 würden sie nun ins Eichsfeld kommen. Waren anfangs nur Bauingenieure vertreten, so fanden später auch andere Berufsgruppen wie Mediziner den Weg zu den Eichsfeldfreunden. „Deshalb nennen wir uns interdisziplinär“, so Kraass. Zu den Besuchern zählen in diesem Jahr auch Niederländer und Österreicher.

Während seiner Begrüßung erinnerte Nolte noch einmal an die Zeit der deutsch-deutschen Trennung und das Wunder der Wiedervereinigung. Die Gesamtregion habe sich sehr gut entwickelt. Er verwies in dem Zusammenhang auf die aktuell niedrige Arbeitslosenquote im Eichsfeld.

Bürgermeister Wolfgang Nolte (3.v.r.) begrüßt die Interdisziplinären Eichsfeldfreunde. Quelle: Rüdiger Franke

Auch Kraass blickte in die Vergangenheit. Seinen ersten Besuch in Duderstadt hatte er verbotenerweise unternommen. Er hatte von den DDR-Behörden aus familiären Gründen eine Fahrt nach Augsburg genehmigt bekommen und dabei die Gelegenheit genutzt, auch in der Brehmestadt vorbeizuschauen. „Ich erinnere mich gern an die Ausstellung Natur im Städtebau“, sagte er, „als Gerhard Schröder mit dem Rad zu St. Cyriakus gefahren ist.“ Das größte Ereignis Projekt sei aber 2010 das Chorfestival in allen Duderstädter Kirchen gewesen. Er erinnerte auch an eine weitere Begebenheit, als Professor Andreas Nietzold 1990 mit seinem Mercedes aus Karlsruhe zur Exkursion anreiste. Bei einem Besuch in der Luttermühle habe sein „Westfahrzeug“ draußen parken müssen, während die Ostfahrzeuge auf den Hof durften. „Das war sehr unangenehm“, so Kraass. Nietzold habe aber in diesem Jahr auch wieder mit seinem Auto im Mittelpunkt gestanden. Der mittlerweile in Dresden lebende Eichsfeldfreund sei mit einem Tesla angereist. „Im Hotel zum Löwen hat man ihm erklärt, dass seines das erste deutsche Elektroauto ist, dass dort aufgetankt würde“, so Kraass.

Nach ihrem Besuch in Duderstadt stand für die Reisegruppe ein umfangreiches Programm im Terminkalender. Höhepunkte sollen die Teilnahmen am Festakt und am Festumzug der Eichsfeldtage sein, die in die 1200-Jahrfeier von Dingelstädt integriert sind.

„Danke, dass Sie ihr Herz und ihren Verstand für die Region einsetzen“, sagte Nolte. Die Interdisziplinären Eichsfeldfreunde würden eigene Akzente setzen und dafür sorgen, dass die Region Aufmerksamkeit bekomme.

Von Rüdiger Franke

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