Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Interfraktionellen Arbeitskreis für die Fußgängerzone Duderstadt
Die Region Duderstadt Interfraktionellen Arbeitskreis für die Fußgängerzone Duderstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:25 25.07.2014
Von Nadine Eckermann
Mehr Autos als Fußgänger in der Marktstraße: Dagegen wollen Wilfried Dierkes, Katja Neumann und Brit Werner etwas tun. Quelle: Lüder
Anzeige
Duderstadt

Die Einrichtung des Gremiums hatte der Rat der Stadt Duderstadt beschlossen, nachdem es in den vergangenen Monaten zu Diskussionen um eine eventuelle Einbahnstraßenregelung zu bestimmten Zeiten in der Marktstraße gekommen war.

Ein dahingehender Vorstoß der CDU-Ortsratsfraktion war abgeschmettert worden – das Problem der Zukunft der Fußgängerzone ist damit aber nicht aus der Welt.

Anzeige

Der Arbeitskreis, dem zwei der Vertreter der Bürgerinitiative, je zwei Vertreter aus den Fraktionen sowie Bürgermeister Wolfgang Nolte, Ortsbürgermeister Hubertus Werner und Bauausschussvorsitzender Hermann Hesse (alle CDU) angehören werden, hat die Aufgabe, Ideen für die Belebung der Fußgängerzone zu entwickeln. Diese werden den politischen Gremien vorgelegt und können zur Beschlussfassung in den Rat gehen.

„Ich wünsche mir eine Zusammenarbeit jenseits von Ideologie“

„Wir haben mit bürgerschaftlicher Beteiligung in Entwicklungsprojekten gute Erfahrungen gemacht“, sagt Nolte. Bei Jahrhundertfeiern wie in Breitenberg und Esplingerode hätten sich die Bürger ebenso eingebracht wie bei den Kulturtagen in Nesselröden. Für den Innenstadtbereich seien deren Wünsche ebenfalls bereits berücksichtigt worden, vertreten durch Initiativen wie Duderstadt 2020.

Bei der Entwicklung eines Zukunftskonzeptes für die Innenstadt handele es sich um ein lokal eingegrenztes, aber inhaltlich weit reichendes Thema, beurteilt Nolte. Daher sei die Bürgervertretung in einem Arbeitskreis mit Vertretern aus Verwaltung und Politik eine Weiterentwicklung der Bürgerbeteiligung. „Ich wünsche mir eine Zusammenarbeit jenseits von Ideologie“, sagt Nolte.

Es handele sich um einen Arbeitskreis, der jenseits parteipolitischer Gedanken ein Ziel haben solle: Die Weiterentwicklung der Duderstädter Innenstadt. Ihm sei es wichtig, die bestehende Attraktivität zu steigern: durch Maßnahmen im Bereich Wirtschaft, Einsatz der Städtebauförderung und Verbesserung der Wohnsituation. Zudem sieht er es als Aufgabe, Innenstadt und außerhalb liegende Areale miteinander zu verbinden.

Hoffen auf offenen Dialog

Geht es nach der Bürgerinitiative, werden zunächst drei Punkte abgearbeitet: In einem offenen Brief sollen alle kritischen Punkte, etwa Versäumnisse der Verwaltung, angesprochen werden. Zweitens soll das bestehende Gutachten einer Planungsfirma aus Kassel der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Drittens sollen die mehr als 4000 Unterschriften, die die Bürgerinitiative gesammelt hat, den Mitgliedern des Rates digital zur Verfügung gestellt werden. Die Mitglieder der Bürgerinitiative hoffen auf einen offenen Dialog.

Der Ausschuss tagt erstmalig am Dienstag, 29. Juli. Die BI kommt am Donnerstag, 31. Juli, um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus wieder zusammen.