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Duderstadt Investitionsschub löst Sanierungsstau an Schulen
Die Region Duderstadt Investitionsschub löst Sanierungsstau an Schulen
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19:09 22.07.2009
Eingerüstet: Für die energetische Sanierung der Bilshäuser Schule werden mehr als eine halbe Million Euro ausgegeben. Quelle: Tietzek
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Jeweils mehr als eine halbe Million Euro werden zurzeit in den nach dem Flecken größten Gemeinden der Samtgemeinde verbaut: Rund 590000 Euro in Rhumspringe und 575000 Euro in Bilshausen. Die Arbeiten beschränken sich zunächst auf die Vorgaben für das Geld aus dem Investitionspakt (Konjunkturpaket I), der energetische Sanierungen fördert.

Für Rhumspringe wurde allerdings bereits die Pauschale aus dem Konjunkturpaket II mit Förderschwerpunkt Schulinfrastruktur und -ausstattung angezapft, da dort die Dämmungsarbeiten mit dem Austausch der gesamten Elektro-Anlage kombiniert werden mussten. Die im Konjunkturpaket II angesiedelten Kosten für die Elektroanlage waren mit 170000 Euro veranschlagt, konnten dank des günstigen Ausschreibungsergebnisses aber auf 118000 Euro reduziert werden. Dadurch wird wieder Geld für andere Schulprojekte frei. In Bilshausen ist die Elektroanlage bereits in den Vorjahren erneuert worden.

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Fast alle Aufträge sind an Firmen aus dem Eichsfeld vergeben worden. Größte Kostenfaktoren sind die Dämmung inklusive Putz-, Maler- und Maurerarbeiten sowie die Dachdeckerarbeiten in Bilshausen. Hinzu kommen Heizungsinstallation, Fensteraustausch, Innenausbau und Sonnenschutzanlagen. Die Grundschule Rhumspringe wird energietechnisch auf den neuesten Stand gebracht – inklusive Energiesparbirnen, tageslichtabhängigen Dimmern und Bewegungsmeldern in jedem Klassenraum.

Fortsetzung in Herbstferien

In den Herbstferien sollen weitere Arbeiten folgen, die noch ausgeschrieben werden müssen: die energetische Sanierung der Grundschulturnhalle in Bilshausen und der Grundschule Gieboldehausen sowie im Zuge des Konjunkturpaketes II der Austausch der Elektrik in Gieboldehausen und die Erneuerung der Wasserleitungen und -becken in Bilshausen, Rhumspringe und Gieboldehausen.

Da die Zuschüsse auf zwei Jahre verteilt werden und die Kommune auch Eigenmittel aufbringen muss, sind Sonderkredite zur Zwischenfinanzierung nötig, die den Schuldenstand der Samtgemeinde nach oben treiben (Tageblatt berichtete). Bürgermeister Reinhard Grobecker (CDU) sieht die Kommune bei dem finanziellen Kraftakt in der Pflicht und die Chance, viele bauliche Sanierungsdefizite beseitigen zu können, zugleich Impulse für Wirtschaft und Arbeitsmarkt zu geben. Grobecker ist zuversichtlich, „dass die Grundschulen Obernfeld und Krebeck/Bodensee in einem weiteren Förderpaket Berücksichtigung finden werden“.

Von Kuno Mahnkopf

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