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Duderstadt „Jeder Eichsfelder wird sich wiederfinden“
Die Region Duderstadt „Jeder Eichsfelder wird sich wiederfinden“
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19:38 03.09.2009
Weißt Du noch? Viele Erinnerungen an die Grenzöffnung vor 20 Jahren werden bei den Bildern der Filmpremiere wach werden.
Weißt Du noch? Viele Erinnerungen an die Grenzöffnung vor 20 Jahren werden bei den Bildern der Filmpremiere wach werden. Quelle: EF
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Möglichst viele Weißt-Du-Noch?-Erinnerungen sollen wachgerufen werden. Das wünschen sich Marie-Luise Rudolph und Nadine Eckermann für den heutigen Abend. Die beiden Tageblatt-Redakteurinnen waren federführend bei der Erstellung des Films. Um ihr Ziel zu erreichen, wollten sie bei der Dokumentation bewusst die „große Politik weitestgehend ausklammern. Stattdessen sollten die Beobachtungen der Eichsfelder möglichst authentisch wiedergegeben werden“, erklärt Eckermann. Deshalb habe auch von Anfang an festgestanden, dass mit Bildern aus Privatarchiven gearbeiten werden solle, fügt Rudolph hinzu.

Unzählige Fotoalben und 14 Stunden Filmmaterial haben sie gesichtet. „Die Privataufnahmen bargen einige Überraschungen“, erzählt Rudolph. Vor allem Leser des Tageblatts hätten Fotos und Filme zur Verfügung gestellt. Aber auch die Firma Otto Bock, das Grenzlandmuseum Eichsfeld und die Stadt Duderstadt hätten ihre Archive geöffnet. Seit Januar sei das Material gesichtet und sortiert worden. Zweieinhalb Monate sei dann in täglicher Arbeit die 35-minütige Dokumentation entstanden.

Für die Redakteurinnen, die bis dahin fast ausschließlich Zwei-Minuten-Videos für das Internet produziert hatten, eine Herausforderung. Darüber hinaus mussten sie sich in neue Technik, allein in vier unbekannte Computerprogramme einarbeiten. „Ein weiteres Problem ergab sich daraus, dass die Grenzübergänge oft in den frühen Morgenstunden geöffnet wurden. Viele Bilder waren extrem dunkel“, nennt Eckermann auch praktische Hindernisse. Ob sie zu irgendeinem Zeitpunkt an der Verwirklichung des Films gezweifelt hätten? „Nein“, sagen beide ohne Zögern und unisono.

Sie sind zufrieden mit dem Film, „in dem sich jeder Eichsfelder wiederfinden wird“. „Außerdem hat sich unsere Wahrnehmung der Grenzöffnung, bei der wir ja keine zehn Jahre alt waren, verändert“, fügt Rudolph noch hinzu.

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