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Duderstadt Junge Sanitäter sind für den Ernstfall gerüstet
Die Region Duderstadt Junge Sanitäter sind für den Ernstfall gerüstet
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17:50 17.09.2009
Ausbildung erfolgreich beendet: Gieboldehäuser Realschüler können jetzt als Schulsanitäter im Notfall eingreifen.
Ausbildung erfolgreich beendet: Gieboldehäuser Realschüler können jetzt als Schulsanitäter im Notfall eingreifen. Quelle: SPF
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Die mehrstündige Schulung, die Maik Adler, Ausbildungsleiter vom Malteser Hilfsdienst, mit ihnen durchgeführt hat, beendeten die Acht- und Neuntklässler nun mit der Simulation eines Ernstfalls in der Sporthalle: Ein Schüler kippt um, ein nebenstehender Mitschüler leistet provisorisch Erste Hilfe. Die Rettungskette wird in Gang gesetzt, das Sekretariat informiert, ein Schülersanitäter in die Halle und der Notarzt gerufen.

Danach beginnt der medizinische Einsatz: Mit einem Erste-Hilfe-Koffer ausgerüstet, übernehmen die ausgebildeten Schüler die Betreuung des Patienten und entscheiden, was unternommen werden soll. In der Präsentation sind wiederbelebende Maßnahmen notwendig, diese leisten die Schülersanitäter, bis der Notarzt eintrifft und sie fachmännisch an diesen übergeben.

Stolz auf die Truppe

„Das war richtig gut, wie sie das gemacht haben“, sagt Adler nach Beendigung der praktischen Übung. Überhaupt sei er sehr stolz auf seine „tolle Truppe“, die ihn vor allem durch große Motivation und ständiges Engagement beeindruckt habe.

Gefragt seien die frisch erworbenen Kenntnisse der jungen Schulsanitäter zukünftig immer dann, wenn es in der regulären Schulzeit zu Notfällen komme. „Und natürlich auch außerhalb, bei Klassenausflügen beispielsweise“, erklärt Adler das Ziel des Projektes. Dabei gehe es nicht darum, den Schülern die Verantwortung für die schwierige Situation aufzubürden, sondern sie in die Lage zu versetzen, selbst schnell helfen zu können.

„Die Jugendlichen sind und bleiben natürlich Laienhelfer“, betont der Ausbildungsleiter. Aber sie seien durch die Ausbildung jetzt in der Lage, im Notfall nicht mehr nur hilflos dabei stehen zu müssen. Und das vermittele ihnen auch ein gutes Gefühl. „Und sie machen ihre Sache richtig gut, da könnte mir draußen ruhig was passieren.“

Zum Dank für ihre Bereitschaft – und als Belohnung für ihre Initiative – wurden die 14 Mädchen und Jungen zum Schluss noch mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Von Christina Stender