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Duderstadt Katholiken feiern Dekanats-Zukunftstag mit Norbert Trelle in Duderstadt
Die Region Duderstadt Katholiken feiern Dekanats-Zukunftstag mit Norbert Trelle in Duderstadt
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18:56 21.09.2014
Bischof mit Taktgefühl: Norbert Trelle schlägt die Trommel und betont den Wert der Familie. Quelle: Richter
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Duderstadt

Mehr als 50 Besucher aller Altersgruppen versammelten sich am Sonnabend im großen Saal und bildeten einen Stuhlkreis. Der diesjährige Zukunftstag im Dekanat Untereichsfeld stehe unter dem Motto Familien, denn diese seien das Zentrum der Kirche.„Deshalb haben wir einen Familientag daraus gemacht“, sagte Duderstadts Propst Bernd Galluschke. Er freue sich, eine „ganz bunte Runde“ begrüßen zu dürfen.

Im Anschluss an die gemeinsame Begrüßung mit Gesang stand der Bischof für eine Gesprächsrunde zur Verfügung. Im kleinen Kreis beantwortete der Geistliche Fragen zur Zukunft der Kirche, aber auch zu seiner Person. Mit seiner ehrlichen Meinung und Erzählungen von Erlebnissen kam er bei den Zuhörern gut an. Er machte deutlich, dass es wichtig sei, die Stimme des Volkes zu hören, und kam dann auf das Thema Ehe und Familie.

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„Das Modell der Familie ändert sich stetig“

Diese habe als Lebensgemeinschaft eine fundamentale Bedeutung. Ob das Zukunft habe, war die darauf folgende Frage. „Das Modell der Familie ändert sich stetig“, meinte Trelle. In der heiligen Schrift werde aber schon deutlich, dass es nicht gut sei, wenn der Mensch allein sei. „Das zählt bis heute, Mann und Frau werden füreinander zum Heil“, sagt der Geistliche. Und das sei für alle Kulturräume gleich.

Für die jüngsten Besucher gab es in den unteren Etagen ein buntes Programm. Hier konnten Kerzen gestaltet und Holzkreuze bemalt oder mit bunten Steinen beklebt werden. Die elfjährige Anne hat sich bewusst für das Bekleben eines kleinen Kreuzes entschieden. „Ich male nicht so gern“, berichtet sie. Zuvor hatte sie bereits – genau wie die achtjährige Lenya, die ebenfalls ein Holzkreuz beklebte – eine Kerze gestaltet.

„Das kommt beides Zuhause in mein Zimmer“, sagt Lenya. Am Nachbartisch waren Jonas und Vitus fleißig am Bemalen der kleinen Kreuze. Jonas´ Kreuz erstrahlte in kräftigem Grün, der Lieblingsfarbe des Sechsjährigen.

Gespräche und Kinderbeschäftigung

Im Kellerraum hieß das Motto währenddessen „Leben in Bewegung“. Hier konnten die kleinsten Kinder spielen und herumtollen, einen Parcours bestreiten und im Bällebad spielen. Da blieb natürlich nichts an Ort und Stelle. Das Einsammeln der Bälle, die beim Toben aus dem Bällebecken gefallen sind, ist schließlich auch Leben in Bewegung.

Wer sich allerdings fernab der Gespräche und der Kinderbeschäftigung etwas entspannen wollte, für den war die Kapelle im Haus Sankt Georg der richtige Anlaufpunkt. Hier wurde Meditationsmusik bei Kerzenschein angeboten.

Den Höhepunkt des Dekanatsfestes bildete ein Familiengottesdienst mit dem Bischof in der St.-Cyriakus-Kirche. Anschließend kamen die Besucher noch einmal  zu einem gemeinsamen Abendessen und zu musikalischer Unterhaltung zusammen.

Von Helena Gries

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