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Duderstadt Kein Anstieg der Kosten für Strom und Gas in Duderstadt
Die Region Duderstadt Kein Anstieg der Kosten für Strom und Gas in Duderstadt
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22:00 31.10.2013
Von Kuno Mahnkopf
Gute Aussichten: Vorerst kein Anstieg der Strompreise. Quelle: dpa
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Eichsfeld

Entgegen dem bundesweiten Trend wollen die Grundversorger die Strom- und Gaspreise zum Jahreswechsel stabil halten.

Sowohl der Duderstädter Versorger Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs-GmbH (EEW) als auch Harz Energie (Osterode) und Eon Mitte (Kassel) bestätigen, dass keine Preiserhöhungen geplant seien. Die Versprechen der Unternehmen unterscheiden sich nur, was den Zeitraum der Preisgarantie angeht.

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Konstante Preise bi 2014

„Eon garantiert seinen Privatkunden stabile Strompreise bis ins Jahr 2014 hinein“, teilt Firmensprecher René Schneider mit. Derzeit sei weder eine Anpassung der Strom- noch der Erdgaspreise geplant. Harz-Energie-Geschäftsführer Hjalmar Schmidt spricht von dem „Ziel, die Strom- und Gaspreise bis weit ins Jahr 2014 konstant zu halten“. Und EEW-Chef Markus Kuhlmann schließt eine Strompreiserhöhung für das ganze kommende Jahr aus.

Das ist möglich, obwohl die EEG-Umlage (Erneuerbare-Energie-Gesetz) zum Jahreswechsel auf fast einen Cent auf brutto 7,43 Cent pro Kilowattstunde angehoben wird, sich laut Kuhlmann auch andere Umlagen ändern und neue eingeführt werden. „Das Unternehmen konnte den Strom für das kommende Jahr zu günstigeren Konditionen einkaufen“, begründet Kuhlmann die einstweilige Strompreisbremse betriebswirtschaftlich: „Wir geben diese Kostenvorteile an unsere Privatkunden weiter und können die höheren Abgaben und Entgelte damit nahezu ausgleichen.“

Für Preisstabilität würden aber auch Rückwechsler und viele Neukunden aufgrund der Neuausrichtung des Vertriebs sorgen. Seit diesem Jahr tritt die zuvor auf Gerblingerode und die Kernstadt Duderstadt beschränkte EEW in der gesamten Region – vom Altkreis bis zum Raum Göttingen – als Stromanbieter auf den Plan. Kuhlmann freut sich über mehr als 500 Neukunden seit Jahresbeginn, darunter auch schon erste Kunden in Göttingen: „Wenn wir unsere Fixkosten auf eine höhere Kundenzahl verteilen können, sinkt natürlich der Preis eines jeden Einzelnen.“

51 Prozent Steuern und Abgaben

Ohne die staatlichen Mehrbelastungen hätten die Strompreise gesenkt werden können, betonen die Grundversorger unisono. Bei der EEW steigt der Anteil staatlicher Steuern und Abgaben am Strompreis für Privatkunden im kommenden Jahr um zwei Prozent auf 51 Prozent. Die EEG-Umlage hat sich seit 2010 verdreifacht. Strombeschaffung, Verkauf und Service sowie die von den Behörden regulierten Netzentgelte für den Transport bestimmen den Strompreis nur noch zu jeweils rund einem Viertel.