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Duderstadt Böllern ist mittlerweile in vielen Innenstädten verboten
Die Region Duderstadt Böllern ist mittlerweile in vielen Innenstädten verboten
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19:51 19.12.2018
Feuerwerk in der Göttinger Innenstadt ist verboten. Quelle: dpa
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Hannover/Göttingen

Immer mehr Städte und Regionen schränken das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu Silvester ein oder verbieten es ganz. Nachdem Kommunen wie Göttingen, Lüneburg, Goslar, Osterode und Northeim bereits in den vergangenen Jahren wegen Brandgefahr das Böllern in den Innenstädten untersagten, hat jetzt erstmals auch die Stadt Hannover eine entsprechende Verfügung erlassen. In den vergangenen Jahren sei es in der Innenstadt beim Silvesterfeuerwerk immer wieder zu gefährlichen und bedrohlichen Situationen gekommen, begründeten Stadtverwaltung und Polizei das Verbot.

Auch in Nationalparks verboten

In den Nationalparks Harz und Niedersächsisches Wattenmeer ist zum Schutz der Natur das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ohnehin untersagt. Das Verbot gelte nicht nur an Silvester, sondern für das ganze Jahr, betonte am Mittwoch der Sprecher der Nationalparkverwaltung Harz, Friedhart Knolle.

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Für die im Winter oft am Limit befindliche Tierwelt seien sowohl das Knallen als auch die Licht- und Blendwirkung von Feuerwerkskörpern ernstzunehmende Gefährdungen. Im Wattenmeer überwintern Tausende Ringelgänse und andere Rastvögel. Schon seit 2009 darf Feuerwerk nicht mehr in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie von Reetdach- und Fachwerkhäusern gezündet werden. Auf der Nordseeinsel Spiekeroog gilt ebenfalls ein ganzjähriges Böllerverbot.

Geld- oder Freiheitsstrafe für illegales Feuerwerk

Besondere Rücksichtnahme sei auch in der Nähe von Gewerbegebieten, in denen gefährliche Stoffe lagern könnten, Sammelunterkünften, Tankstellen und Tierheimen geboten, erklärte der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund. Es dürfe nur zugelassenes Feuerwerk verwendet werden. Der Gebrauch illegaler Feuerwerkskörper könne nach dem Sprengstoffgesetz mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

Das Lärmen an Silvester hat eine lange Tradition. Schon im frühen Mittelalter nahmen die Bürger Rasseln, Töpfe und andere Gegenstände, um böse Geister zu vertreiben. Ab dem 10. Jahrhundert kamen Kirchenglocken, Pauken und Trompeten hinzu, später auch das Abfeuern von Gewehren und Kanonen.

Jährlich 4000 Tonnen Feinstaub

Anfang des 20. Jahrhundert setzte die Massenproduktion von Feuerwerkskörpern ein. Dem Umweltbundesamt zufolge werden jedes Jahr durch das Abbrennen von Raketen, Knallfröschen und anderem Feuerwerk 4000 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Nach Angaben des evangelischen Hilfswerks „Brot für die Welt“ werden allein in Deutschland zu Silvester jährlich mehr als 100 Millionen Euro für Feuerwerk ausgegeben.

Von epd

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