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Duderstadt „Kein Grund zum Meckern“ bei Getreideernte
Die Region Duderstadt „Kein Grund zum Meckern“ bei Getreideernte
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19:01 26.08.2011
Von Heinz Hobrecht
Stoppelfeld bei Germershausen: Das Getreide ist „abgemacht“, wie die Landwirte sagen, Strohballen liegen zur Abfuhr bereit.
Stoppelfeld bei Germershausen: Das Getreide ist „abgemacht“, wie die Landwirte sagen, Strohballen liegen zur Abfuhr bereit. Quelle: Thiele
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Eichsfeld

Entgegen ersten Erwartungen, bei denen die Landwirte nach der Trockenheit im Frühjahr „erhebliche Ernteausfällen“ befürchtet hätten, sei die jetzt abschlossene Getreideernte insgesamt zufriedenstellend verlaufen, berichtet der Landvolk-Geschäftsführer. Im Vergleich mit anderen Regionen in Deutschland, beispielsweise Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpormmern, sei das Untereichsfeld und der Raum Göttingen insgesamt gut und ohne große Unwetterschäden davongekommen.

Was das Wetter und das Ernteergebnis angeht, knüpft Hübners Aussage nahtlos an die Zwischenbilanz von Kreislandwirt Hubert Kellner vor einigen Wochen an. „Wir sind im Eichsfeld eigentlich immer mit einem blauen Auge davongekommen“, meinte der Kreislandvolkvorsitzende im Juli.

Von „ordentlichen Ergebnissen“ berichtet Kornhaus-Geschäftsführer Michael Steinberg. Zwar gebe es Einbußen bei den in Duderstadt abgelieferten Weizenmengen, dafür sie die Backfähigkeit der Getreidesorte hoch. Unterschiede bei der Ernte sieht Steinberg jedoch zwischen dem Ober- und dem Untereichsfeld. Während die Annahme von Getreide aus dem Untereichsfeld abgeschlossen sei, stünden die Lieferungen der Landwirte aus dem Obereichsfeld noch aus. „Im Raum Duderstadt konnte die Ernte noch bei relativ guten Bedingungen eingefahren werden“, so der Kornhaus-Geschäftsführer. Die Kollegen im Thüringer Bereich seien witterungsbedingt später an der Reihe und hätten nun unter mehr Regen und Niederschlägen zu leiden. Dadurch seien Qualitätseinbußen nicht auszuschließen.

Schwierigkeiten haben die Landwirte zurzeit mit der Heuernte. Immer wieder regnet es beim Wenden dazwischen. Zum Teil vergammelt das nasse Heu auf den Weiden. Als Futter für Kühe und Pferde oder auch für die Silage wird das Heu knapp. Teilweise müssen Viehbesitzer das Futter anderswo beschaffen und zukaufen.