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Duderstadt Kein Platz für kirchliche Gesamtschule
Die Region Duderstadt Kein Platz für kirchliche Gesamtschule
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11:42 04.07.2009
Edeltraud Wucherpfennig
Edeltraud Wucherpfennig
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Als Vertreterin des Landkreises sei die Arbeitsfähigkeit der öffentlichen Schulen ihr erstes Anliegen, macht die Sozialdemokratin deutlich. Beim Schulstandort Duderstadt stellt sich Wucherpfennig bei den Plänen des Bistums Hildesheim zur Einrichtung einer Kooperativen Gesamtschule (KGS) in der St.-Ursula-Schule deshalb die Frage: „Kann das von den Schülerzahlen her funktionieren?“ Wenn man davon ausgehe, dass Gymnasium, Realschule und Hauptschule in Duderstadt Bestand haben sollten, sei ihre Antwort „Für eine KGS in bischöflicher Trägerschaft ist kein Platz“.

Ihre Rechnung lautet, wenn die St.-Ursula-Schule in eine KGS umgewandelt werde, würde sie mindestens eine Realschulklasse und zwei Gymnasialklassen hinzu bekommen. Das ergäbe eine Zahl von rund 75 Schülern. „Das geht eindeutig zu Lasten der Heinz-Sielmann-Realschule und des Eichsfeld-Gymnasiums. Dessen muss man sich bewusst sein“, so Wucherpfennig.

Schulstandort sichern

Mit Blick auf Gieboldehausen hält die Schulpolitikerin die Einrichtung einer öffentlichen Gesamtschule dort für notwendig, um den Bestand des Schulstandorts zu sichern. Eine KGS im Flecken sei auch für Schüler aus dem Bereich der Samtgemeinde Radolfshausen interessant, verweist sie auf die erste Elternumfrage zum Bedarf für eine KGS. Das Ergebnis dieser Umfrage habe den Kreistag sehr ermutigt, nach dem Scheitern des ersten Antrages für eine KGS in Gieboldehausen nun einen zweiten Antrag vorzubereiten.

Dafür gebe es einen breiten Konsens, „die Beschlusslage ist eindeutig“, so Wucherpfennig. Wenn jetzt ein zweiter Anlauf für Gieboldehausen gewagt werde, sei die weitere Diskussion um eine mögliche kirchliche Gesamtschule in Duderstadt schädlich, macht die Sozialdemokratin die Verbindung zwischen den beiden Debatten deutlich.

Von Ulrich Lottmann