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Duderstadt „Kein Thema bei uns im Ort gewesen“
Die Region Duderstadt „Kein Thema bei uns im Ort gewesen“
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23:38 22.11.2009
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Für die einen war es eine Station beim Sonntagsspaziergang, andere verknüpften die Stimmabgabe mit dem Rückweg vom Gottesdienst, viele verließen das Haus für einen gezielten Gang an die Urne. Wer sich am gestrigen Sonntag an der Bürgerbefragung zum zukünftigen Verkehrskonzept in der Duderstädter Innenstadt beteiligte, hatte offenbar keinerlei Zweifel, wo das Kreuz auf dem Abstimmungszettel stehen sollte.
„Die meisten haben relativ schnell gewählt“, registrierte beispielsweise Jürgen Tegtmeier, Abstimmungsleiter in Westerode. Die Beteiligung sei allerdings „erschreckend“ gering. Rund eineinhalb Stunden vor Abstimmungsende hatten nicht einmal vier Prozent der Berechtigten ihr Votum abgegeben.
Von Abstimmungsfieber war auch in Esplingerode nichts zu spüren, wo die Wahlbeteilung zur Halbzeit ebenfalls nur etwas höher im einstelligen Bereich lag. „Es war im Vorfeld auch kein Thema bei uns im Ort“, berichtete Peter Förster, Abstimmungsvorsteher in diesem Duderstädter Ortsteil. Die Bürger, die per Kreuz ihre Meinung bekundeten, seien aus allen dazu berechtigten Altersschichten gekommen.
„Die Bürger sind kontinuierlich während der gesamten Abstimmungszeit gekommen“, registrierte Harald Haase im Cophus des Duderstädter Rathauses. Die elf Prozent der Berechtigten, die ihre Meinung per Kreuz kund taten, wussten offenbar genau, für welchen Vorschlag sie votieren wollten, wie Haase aus deren schnellem Verlassen der Wahlkabinen schließt. „Viele dachten, es sei egal, wo sie ihre Stimme abgeben. Die Bürger, die bei uns falsch waren, haben wir dann an das richtige Wahllokal verwiesen.“

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