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Duderstadt Fast 50 Kinder malen und basteln im großen Zelt des Duderstädter Stadtparks
Die Region Duderstadt Fast 50 Kinder malen und basteln im großen Zelt des Duderstädter Stadtparks
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18:40 13.08.2019
Lotta (Mitte) bemalt eine Pappmachékatze: Kinderaktionstag im Duderstädter Stadtpark. Quelle: mic
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Duderstadt

Pappmaché-Tiere und Dosen im orientalischen Stil haben am Dienstag fast 50 Sechs- bis Zwölfjährige beim Kinderaktionstag im Duderstädter Stadtpark gestaltet. Christiane Mosler zeigte ihnen wie.

„Ich habe selbst zuhause eine Katze, Kalle“, berichtete Lotta (8). Vor sich auf dem Tisch unter dem großen Zelt im Stadtpark hatte sie eine kleine Pappmaché-Katze stehen. An die Nashörner hatte sie sich nicht herangetraut. Sie wusste nicht genau, wie sie das Horn bemalen soll. In einer Pappschale mischte sie sich Acrylfarben für die Katze. Grau wurde ihr Tier, bekam schwarze Punkte und Streifen sowie einen weißen Bauch. „So sieht Kalle aus“, verriet das Mädchen.

Katze verlor ihr Pappbein

Nicht mehr zu sehen, war die Verletzung des Tiers. „Als ich es vorhin aus der Kiste nahm, ist der Fuß abgebrochen“, erzählte die Achtjährige. Künstlerin Mosler zeigte ihr, wie sich das reparieren lässt. Lotta trug etwas Flüssigkleber auf und umwickelte die Bruchstelle mit Stoff. So hielt die Farbe auch an dieser Stelle wieder.

Unterdessen stellte Pia (6) eine Hexen-Maske her. „Das Schwarze ist der Hut, das Rot sind die Haare, das Schwarz an den Augen ist Lidschatten und der schwarze Fleck an der Nase die Warze“, erläuterte das Mächen. So hatte es ihr ihre Mutter erklärt. „Sie hat schon mal eine echte Brockenhexe gesehen“, sagte Pia. Eine echte Hexe? „Alles, was man sehen kann, ist echt“, erklärte das Mädchen. Und schob nachdenklich nach: „Eine Puppe ist echt und zugleich kein echtes Kind.“ Sie wollte jedenfalls am Dienstag etwas Gruseliges gestalten. Erst hatte sie an einen Zombie gedacht, verriet sie. „Zombies sind Wesen, denen die Arme abfallen“, erklärte Sitznachbarin Lotta.

Dortmunderin besucht Freundin

Lynn (10) bemalte unterdessen eine Dose in einem hellen Violettton. Am Vormittag hatte sie bereits ein Pappmachépferd lila eingefärbt. „Das ist meine Lieblingsfarbe“, berichtete sie. Nach dem Trocknen beklebte sie ihre Dose mit Glitzersteinen. „Da will ich Schmuck reintun, vielleicht spare ich darin aber auch Geld“, erklärte sie. Beim Kinderaktionstag war sie zum ersten Mal. „Ich wohne in Dortmund und besuche hier meine Freundin“, verriet sie.

Mit Kindern malt und bastelt Künstlerin Mosler seit vielen Jahren. Im Duderstädter Mehrgenerationenhaus Jufi hat sie ein Atelier. Sie nutzt den ehemaligen Werkraum, der eine Zeit lang als Abstellkammer diente. Dort ist immer dienstags und manchmal auch sonnabends geöffnet. Gestern jedoch packte Mosler Farben, Pinsel und anderes Material in viele Kartons. Mit dem Auto ging es zum Stadtpark. Vom Parkplatz bis zum Zelt transportierte die Künsterlin ihre Utensilien auf einem Handwagen.

Zum Toben auf dem Spielplatz

„Ich mache gerne im Stadtpark Angebote“, erklärte Mosler. Im offenen Zelt sind Teilnehmer geschützt und sitzen doch im Freien. Zwischendurch können die Kinder auf dem Spielplatz toben. „Wir haben hier schon Sockentiere gebastelt und aus Eierkartons Krokodile hergestellt“, erinnerte sich die Künstlerin.

Die Veranstaltung am Dienstag war sowohl Teil des städtischen Kultursommers als auch Teil des Jufi-Ferienprogramms. Die ganzen Sommerferien über hatte es dort von 8 bis 16 Uhr eine verlässliche Betreuung gegeben. „Es machten immer mehr als 30 Kinder mit“, erklärte die Leiterin der Einrichtung, Sabine Tegtmeier. Wenn Fahrten auf dem Programm standen waren es sogar um die 50 Sechs bis Zwölfjährige. „Das zeigt, dass es den Kindern bei uns Spaß macht“, freute sich Tegtmeier. Es zeige aber auch, dass viele berufstätige Eltern auf eine Betreuung der Kinder auch in den Ferien angewiesen seien.

Von Michael Caspar

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