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Duderstadt Beifall für Mingeröder Jung-Stewardessen
Die Region Duderstadt Beifall für Mingeröder Jung-Stewardessen
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21:48 26.01.2019
Kinderbüttennachmittag des Mingeröder Carnevalsvereins – hier die Teenie-Garde mit ihrer Showtanzeinlage als Stewardessen. Quelle: Jakob Reischl
Mingerode

Die großen Narren aus Mingerode haben ihre Büttenabende bereits hinter sich. Am letzten Januar-Wochenende folgte der Nachwuchs. Beim Büttennachmittag am Sonnabendabend kamen sie groß raus.

Gut zwei Stunden lang unterhielt die Narrenjugend beim ersten von zwei Büttennachmittagen das närrische Volk auf dem Saal im Dorfgemeinschaftshaus. Verkleidet hatten sich vor allem die Kinder, die an diesem Sonnabendnachmittag ihren Spaß hatten. Gute Stimmung auch bei den Eltern und Großeltern, die ihre Sprösslinge begleitet hatten. Beifall gab es für die Akteure auf der Bühne und im Saal denn auch reichlich.

Virus Karneval von den Eltern bekommen

Es ist ein Virus, das in Mingerode manch Erwachsener auf seine Kinder überträgt. Das bestätigte Nele Fuhrmann in ihrer Büttenrede. Sie berichtete, warum ihr ihre Eltern „peinlich“ sind. Trotz kleinerer Textunsicherheiten, die den Beitrag der 13-Jährigen umso sympathischer machten, erfuhren ihre Zuhörer zum Beispiel, dass die Mutter zwar viele modische Kleidungsstücke im Schrank habe. Doch das entspreche nicht der Norm, „wegen ihrer angehäuften Form“, meinte Nele. Sein Fett bekam auch der Papa weg, der beim Frisör nach Waschen, Schneiden, Legen, Tönen und Fönen 100 Euro Finderlohn zu zahlen hatte. Die junge Büttenrednerin dankte ihren Eltern nach einigen weiteren heiteren Plaudereien dann aber doch für das Virus Karneval.

Schulalltag und Lottospiel

Jaron Kunze nahm als zweiter junger Büttenredner den Schulalltag aufs Korn. Er erklärte zum Beispiel, warum man auch bestraft werde, auch wenn man nichts getan habe. Ihm sei das so ergangen, als er seine Hausaufgaben nicht gemacht habe. Und dann erzählte Jaron den Gästen des Kinderbüttennachmittags auch noch von jener Situation, als der Vater sich in der Familienrunde beklagte, dass er beim Lottospielen keine einzige Zahl richtig getippt hatte. Von der Fünf im Mathe-Test habe er den Eltern bei dieser Gelegenheit, so Jaron weiter, mit den Worten „das ging mir beim letzten Mathe-Test genauso“ gebeichtet.

Die MCV-Narrenjugend bestreitet kurzweiliges Programm mit Büttenreden und Tanzeinlagen.

Nach der Pause thematisierte Gero Fuhrmann als dritter Büttenredner noch seine Erfahrungen mit Schüleraustausch. Zu Beginn der Veranstaltung war er bereits in seiner Funktion als Sitzungspräsident mit dem Kinder-Elferrat in den Saal einmarschiert. Gekleidet in Hawaii-Hemden und mit Blumengirlanden nahmen sie an der „Sansibar“ Platz. Das Kinderprinzenpaar Luca I. und Emmelie I. ließ ihre närrischen Untertanen wissen, dass das Leben als Kind schon eine Qual sei, man aber auch auf Händen getragen werde. Luca und Emmilie verfolgten das Programm mit einer Reihe von Show- und Gardetänzen von ihrem Platz hinter der Sandburg.

Garde- Showtanzeinlagen

In jeweils zwei Auftritten zeigten die Minigarde und die Kindergarde ihr Können. Mit einem Solo waren das Junioren-Tanzmariechen Lara Beck und Kinderprinzessin Emmelie Hoppmann als Kindertanzmariechen zu bewundern. Für ihre Showtanzeinlagen hatten sich die Garden thematisch passende Kostüme angezogen. Beispielsweise trat die Minigarde nach der Pause zum „König der Löwen“ auf, und als Stewardessen beziehungsweise mit einer Darbietung zum „Fluch der Karibik“ begeisterte die Teeniegarde. Am Ende ernteten nicht nur die Mingeröder Jung-Stewardessen viel Beifall.

Weitere Termine des MCV:

Im närrischen MCV-Kalender eine Faschingsparty auf dem Saal am 2. März, das traditionelle Würstesammeln mit der Brass & Drum Band in Mingerode am 3. März sowie am Rosenmontag, 4. März, der Rosenmontagsumzug, an dem gut 30 Gruppen und Wagen teilnehmen werden. Dann sind auch das große Prinzenpaar, Martin II. und Vanessa I., wieder mit von der Partie.

Von Britta Eichner-Ramm

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