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Duderstadt Kirchenkreis heißt „Harzer Land“
Die Region Duderstadt Kirchenkreis heißt „Harzer Land“
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06:17 29.03.2012
Nun Teil des Kirchkreises „Harz Land“: St. Servatlus-Kirche
Nun Teil des Kirchkreises „Harz Land“: St. Servatlus-Kirche
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Herzberg

Die Eichsfelder Lutheraner, die sich im Vorfeld lautstark für den Namen „Harz-Eichsfeld“ eingesetzt hatten, rangen um Fassung. Da wäre der ursprünglich vorgesehene Name „Harz-Rhume“ doch besser gewesen. Insgesamt standen 15 Namen zur Auswahl. Einige schieden wegen Umständlichkeit sofort aus, wie „Westharz-Untereichsfeld“. Gleich aus dem Rennen war auch der Name „Grubenhagen“. Für ihn setzten sich historisch interessierte Christen ein. Die welfische Linie Grubenhagen führte die Reformation 1534 in der Region ein. „Wer weiß denn das heute noch“, mäkelten die Kritiker. Zudem liege die Burg Grubenhagen außerhalb des neuen Kirchenkreises in der Nähe von Einbeck.

Die Osteroder kämpften für den Namen „Osterode“. Die Stadt sei schließlich Sitz des gemeinsamen Superintendenten, argumentierten sie. Mit dem Namen „Harz-Eichsfeld“ oder „Harz-Rhume“ konnten sie dagegen nichts anfangen. Das Eichsfeld und seine Gewässer sind ihnen fremd. Selbst mit dem Namen „Harz“, für den die Lutheraner aus Clausthal-Zellerfeld stritten, tun sich die Bewohner der Kreisstadt schwer. Sie sehen sich als Tor zum Harz, nicht aber als Harzer.

Kompromiss bei Namensgebung

Als Kompromiss bot sich der Name „Harzer Land“ an. Dieser Begriff beschreibe die Region gut, die einen gewissen Bezug zum Harz habe, meinte die Mehrheit. Im Ostharz werde der Begriff nicht zur Selbstbezeichnung verwandt. Auch in Goslar begreife sich das Vorland nicht als „Harzer Land“, sondern als Teil der Magdeburger Börde.

Als sich in der ersten Abstimmung eine Mehrheit für das „Harzer Land“ abzeichnete, trat die Eichsfelderin Gabriele Hann noch einmal ans Rednerpult und hielt eine flammende Rede auf den Namen „Harz-Eichsfeld“. Nur zu leicht würden die 7000 Lutheraner im katholischen Untereichsfeld übersehen, sagte sie. Doch Pastor  Rolf Wulkop aus dem Alten Amt (Kalefeld) widersprach sofort. Eichsfeld und Rhume seien indiskutabel.

Superintendent Volkmar Keil verweist auf die Vorteile von „Harzer Land“. Es sei kein Doppelname.

mic