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Duderstadt Kitz aus dem Buchladen offenbar wohlauf
Die Region Duderstadt Kitz aus dem Buchladen offenbar wohlauf
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20:50 11.03.2009
Auf dem Hof hinter dem Buchladen: Beate Stender nähert sich dem Rehkitz. Quelle: Hobrecht
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„Zu 99 Prozent bin ich mir sicher, dass das Reh noch lebt, und dass es ihm gut geht“, sagt Jagdpächter Sebastian Kemmling. Heute vor 14 Tagen, am Donnerstag 26. Februar, hat der Gieboldehäuser mit seinem Mitbegeher im Revier, Markus Nolte, das Rehkitz im Großen Lohberg am Rande der Fleckengemeinde wieder ausgesetzt. Es sei ganz ruhig in den Wald hineingelaufen, so Kemmling nach der Aktion im Hasenwinkel.Morgens um 9 Uhr hatte  sich das Tier im Buchladen „Bücherinsel“, in dem sich auch die Anzeigen-Annahmestelle des Eichsfelder Tageblatts befindet, verirrt. Ebenso wie Reinhard Kohlrautz, Ortsbrandmeister von Gieboldehausen und selbst Jagdpächter, der das Kitz mit einer Decke im Hof hinter dem Laden einfing, ist Buchhändlerin Beate Stender seitdem häufig angesprochen worden. Sogar ein Radiosender hat sich gemeldet. „Immer wieder taucht die Frage auf, ob das Kitz wohl noch lebt“, so Stender.Auch Helmut Nolte vom Vorstand der Jägerschaft Duderstadt geht davon aus, dass das Rehkitz den tierischen Ausflug in den Ortskern von Gieboldehausen unbeschadet überstanden hat. „Es wird im losen Familienverband im Revier unterwegs sein“, erläutert der Westeröder. Wahrscheinlich durchs Fiepen, eine Lautäußerung unter Rehen, hätten sich Kitz und Ricke nach Rückkehr des Jungtiers im Lohberg wiedergefunden.Die „total außergewöhnliche Geschichte“ vom Rehkitz in Gieboldehausen habe auch in Kreisen der Jäger und Jagdpächter in der Region für viel Gesprächsstoff gesorgt, berichtet Nolte: „Das Thema ist up to date.“
Heinz Hobrecht