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Duderstadt Kleinecke setzt auf „Eichsfelder Kinos“
Die Region Duderstadt Kleinecke setzt auf „Eichsfelder Kinos“
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06:17 23.03.2012
Von Kuno Mahnkopf
Blickt zuversichtlich in die Zukunft: Kinobetreiber Roy Kleinecke.
Blickt zuversichtlich in die Zukunft: Kinobetreiber Roy Kleinecke. Quelle: Tietzek
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Duderstadt

Aus der „Filmfabrik“, dessen Betreiber sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen musste, ist ein „Filmcenter“ geworden, das jetzt mit dem Lichtspielhaus in Worbis unter dem Logo „Eichsfelder Kinos“ firmiert.

Mit der Namensänderung will der neue Kinopächter Kleinecke verdeutlichen, dass er in der Feilenfabrik auf einen Neuanfang setzt. „Im Endeffekt habe ich ein neues Kino aufgemacht“, betont der ebenso selbstbewusste wie fachlich und technisch versierte Jungunternehmer, der sein Alter nicht preisgeben will. Die Wandmalerei mit Leinwandhelden, die er für anachronistisch hielt, ist verschwunden, stattdessen steht im Foyer der alte Projektor aus dem Kinosaal 2. Beide Kinosäle hat Kleinecke mit neuester Technik bestückt, die Leinwand im Kinosaal 1 vergrößert, die Tontechnik auf Dolby-Surround 7.1 umgerüstet Ansonsten bleibt er beim bewährten Dolby-3-D-System und will ab Anfang kommenden Jahres auch im zweiten Kinosaal 3-D-Filme zeigen. Auch das Angebot an Snacks und Getränken wurde erweitert, für das aktuelle Programm wird mit wöchentlichen Hochglanzflyern geworben.

Viele aktuelle Filme

Das Filmangebot will Kleinecke mit dem Kino in Worbis, das er im Oktober 2010 übernommen hat, koordinieren und dadurch für eine größere Bandbreite sorgen: „Die Filmstarts werden aufgeteilt, um eine möglichst breite Programmauswahl zu gewährleisten und möglichst viele aktuelle Filme zeitgleich zeigen zu können.“

Jeweils dienstags will der gelernte Bürokaufmann, der nach einem Intermezzo als Theaterleiter im Raum Bielefeld wieder in seinem Heimatort Zwinge wohnt, in Duderstadt besondere Filme zeigen – ohne den Begriff Filmkunst zu verwenden. Filmklassiker sind für ihn kein Thema: „Die ziehen die Menschen nicht ins Kino und kosten im Einkauf so viel wie aktuelle Filme.“ Das Filmbusiness sei immer schnelllebiger geworden, konstatiert Kleinecke, sieht anspruchsvolle Kinokultur als Gemeinschaftserlebnis aber wieder im Aufwind und will dabei allen Generationen gerecht werden: „Kino ist mehr als nur Filme zeigen.“ Zu passenden Filmen plant er besondere Aktionen mit Freigetränken, will mit der benachbarten Gaststätte Soley zusammenarbeiten, Vorpremieren und Doppelnächte mit Filmsequels anbieten – vom Herrn der Ringe bis Twilight.

Alte Kinogutscheine

Mit der Resonanz seit Eröffnung des Filmcenters am 8. März ist Kleinecke zufrieden. Da er an der denkmalgeschützten Fassade der Feilenfabrik keine Werbung anbringen darf, will er via Fahnenmast und Schaukästen auf das Kino über dem Dänischen Bettenlager aufmerksam machen. Nicht mehr einlösbar sind allerdings die an den alten Betreiber gekoppelten Filmfabrik-Gutscheine: „Eine andere Lösung war wegen zu vieler unbekannter Größen nicht möglich.“

Weitere Informationen im Internet unter filmcenter-duderstadt.de

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