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Duderstadt Konjunkturspritzen fließen in Bildungsbereich
Die Region Duderstadt Konjunkturspritzen fließen in Bildungsbereich
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18:29 17.06.2009
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Während das Geld aus dem Konjunkturpaket I ohnehin zweckgebunden der Verbesserung des Energiehaushaltes der Schulen dient, soll nun auch das Geld aus dem Konjunkturpaket II dem Bildungsbereich zugute kommen. Dabei geht es insbesondere um Sanierungsarbeiten, den Austausch von Elektro- und Wasserleitungen sowie die zusätzliche Ausstattung der Schulen mit mobilen Rechnern und neuen Medien. 

Die höchsten Summen fließen nach Gieboldehausen und Rhumspringe. Die Arbeiten sollen mit denen zur Verbesserung der Energiebilanz (Heizung, Fenster, Fassade) koordiniert und – soweit wie möglich – in den Sommerferien erfolgen, in den Herbstferien fortgesetzt werden.

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Bund und Land stellen der Samtgemeinde im Zuge des zweiten Konjunkturpaketes als Investitionspauschale rund 491000 Euro zur Verfügung, weitere rund 85000 Euro aus den Sonderprogrammen zur Schulinfrastruktur und Medienausstattung. Weil die Kommune auch 64000 Euro Eigenmittel aufbringen muss und die Zuschüsse auf zwei Jahre verteilt werden, muss die Samtgemeinde zur Zwischenfinanzierung kurzfristig zusätzliche Sonderkredite aufnehmen. Dafür ist ein zweiter Nachtragshaushalt nötig gewesen. Den hat der Finanzausschuss bereits einstimmig gebilligt, bevor heute der Rat der Samtgemeinde abschließend entscheidet.

Kurzfristige Neuverschuldung

Durch die höhere Kreditaufnahme steigen die Schulden der Samtgemeinde von 1,4 auf 2,4 Millionen Euro an, berichtet Kämmerer Georg Moneke. Zusätzliche Tilgungsleistungen würden jedoch bereits bis Ende 2011 die Schulden wieder auf das Niveau von 2008 drücken. Bis 2013 rechnet Moneke sogar mit einem weiteren Schuldenabbau  auf dann 1,1 Millionen Euro.

Die Neuverschuldung tue weh, sei aber in Reaktionen des Staates auf die Wirtschaftskrise eingebunden und gebe der heimischen Wirtschaft Impulse, sagt Bürgermeister Reinhard Grobecker (CDU): „Auch die Kommunen stehen in der Pflicht. Defätismus hilft uns nicht weiter.“ Als Gegengewicht rechnet Grobecker künftig mit geringeren Schul-Unterhaltungskosten.

Von einer Chance, den Sanierungsstau an den Schulen zu beseitigen, spricht Carl-Albrecht Moneke (CDU) – trotz Bauchschmerzen wegen des sprunghaften Schuldenanstiegs. „Wir haben oft genug betont, dass in die Schulen investiert werden müsse, und hätten nicht verzichten können“, meint auch Reinhard Dierkes (SPD). Angesichts schneller Tilgung nach der Zwischenfinanzierung sei die Neuverschuldung akzeptabel. Kritik hat Dierkes im Finanzausschuss geübt, weil seiner Partei bei der Entscheidung über das Konjunkturpaket I Informationen über Massenminderungen beim Fensteraustausch gefehlt hätten.

Von Kuno Mahnkopf

17.06.2009
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