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Duderstadt Kontrahenten an einem Tisch
Die Region Duderstadt Kontrahenten an einem Tisch
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18:35 05.05.2009

Nach einem Aufruf im Tageblatt hätten sich rund 20 interessierte Bürger für den Arbeitskreis gemeldet, teilt Carola Dießel als zuständige Dezernatsleiterin des Amtes für Landentwicklung mit. Die Mitglieder dieses neuen Arbeitskreises kommen sowohl aus Reihen der örtlichen Landwirte als auch aus dem Verpächterkreis, der einer möglichen Flurbereinigung teilweise äußerst kritisch gegenüber steht.

In den beiden ersten Sitzungen des Arbeitskreises sei es zunächst um Grundsätzliches, Argumente für und gegen das Verfahren sowie die Gebietsabgrenzung für die weitere Projektarbeit gegangen, berichtet Dießel. Die Diskussion habe gezeigt, dass Bedenken gegen die Flurbereinigung zumeist auf unzureichenden Informationen und Missverständnissen basierten. In sehr sachlicher Atmosphäre hätten bereits viele Bedenken von Behördenvertretern zerstreut werden können. Von der Flurbereinigung in Gieboldehausen betroffen wären rund 650 Grundeigentümer – von Kleinstparzellenbesitzern bis zu Haupterwerbslandwirten.

Über das „konstruktive Gesprächsklima“ im Arbeitskreis freut sich Haupterwerbslandwirt Markus Gerhardy. Er  ist Mitglied der von auf die Flurbereinigung drängenden Landwirten gegründeten „Zukunftswerkstatt Feldflur Gieboldehausen“, die bis auf Weiteres bestehen bleiben soll. An den Arbeitskreissitzungen teilgenommen hat auch Hubert Hackenforth, der Unterschriften gegen die Flurbereinigung gesammelt hat. Hackenforth bleibt skeptisch, will das Thema kritisch begleiten und rechnet mit Kontroversen, wenn es um praktische Details und Eigentumsstrukturen geht.

In der nächsten Sitzung sollen Ende Mai zunächst Ausbaubreiten und Befestigungsarten der Wirtschaftswege kritisch durchleutet werden, teilt Dießel mit. Da der geplante Ausbau über den derzeitigen  Wegebestand hinausgehe, sei man sich im Arbeitskreis einig, dass weiteren Diskussionen eine Feldrundfahrt vorausgehen müsse.

Kuno Mahnkopf

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