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Duderstadt Kreative Gieboldehäuserinnen schmücken drei Brunnen
Die Region Duderstadt Kreative Gieboldehäuserinnen schmücken drei Brunnen
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20:02 13.04.2014
Sorgt für Gesprächsstoff: der Brunnen an der Ecke Rhumestraße/Ohlenroder Straße. Quelle: Richter
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Gieboldehausen

„Die Aktion zeigt, wie man mit Fantasie und kreativem Engagement dem Betrachter ein Lächeln in die Augen zaubern kann“, sagte Ursel Runge.

Sie hatte im vergangenen Jahr die Idee, den Brauch aus dem Fränkischen im Eichsfeld aufleben zu lassen.

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„Ich möchte Gieboldehausen positiv ins Gespräch bringen, das Miteinander fördern und mit den Brunnen Orte der Begegnung schaffen“, bringt sie ihr Anliegen auf den Punkt. Die facettenreichen Blickfänge sollen in den kommenden drei bis vier Wochen für Freude bei den Betrachtern sorgen.

Großes Interesse

Viel Interesse und Zustimmung gab es schon am ersten Tag nach Fertigstellung der Brunnen. Immer wieder standen Menschen aus allen Altersschichten davor, bestaunten das Geschaffene und kamen miteinander ins Gespräch. Häufig wurden Fotoapparate gezückt, um eine dauerhafte Erinnerung zu behalten.

Während Runge mit ihrem Team den Brunnen an der Ecke Rhumestraße/Ohlenroder Straße schmückte, war für den Brunnen unmittelbar vor dem Gieboldehäuser Schloss in diesem Jahr der Landfrauenverein zuständig. „Das Vorbereiten hat uns allen viel Spaß gemacht“, berichtete Kassenwartin Maria-Ilona Basdorf.

Zu den Aufgaben gehörte unter anderem das Wickeln der Girlanden auf Streben, das Anbringen der Eier und Gestalten des Innenbereiches. „Wir haben dieses Jahr keine Eier bemalt, weil vom vergangenen Jahr noch genug da waren“, so Basdorf.

Brunnen vor Pfarrheim

Liebevoll in Szene gesetzt ist bei der zweiten Auflage der Oster-Aktion auch der Brunnen vor dem Pfarrheim. Von vielen Passanten verfolgt schmückten Mitglieder des Katholischen Frauenbundes am Sonnabend die Anlage, nachdem sie bereits am Freitag die Kränze aufgehängt hatten.

„Das war wirklich Handarbeit, vom Bemalen hunderter Eier bis zum Wickeln der Kränze“, zollte Pfarrer Matthias Kaminski großen Respekt vor dem Engagement der Frauen. Viele Beteiligte hätten während der Vorbereitung ihr Maltalent entdeckt und wahre Kunstwerke auf die ovalen Einzelstücke gebracht.

Die Mitwirkenden hatten sich bereits im vergangenen November zum ersten Mal zu ihrer kreativen Arbeit zusammengefunden. „Der Lohn war die Gemeinschaft, die alle Beteiligten erfahren haben und natürlich der Spaß, das Herz ging über“, beobachtete der Geistliche.

Osterschmuck im Eichsfeld. © Richter

Die Eier sind durchweg in Blau und Weiß und damit den Farben des Frauenbundes gehalten. Augenfang ist ein Bild, das einen Palmesel mit Jesusfigur zeigt. Dahinter befindet sich ein weiteres Motiv, das ab der Osternacht zu sehen ist. Es zeigt Christus als Auferstandenen.

Liebe zum Detail wird auch bei den anderen Brunnen deutlich. Auf den Eiern können Besucher unter anderem Noten, Tiere, Buchstaben, Blumen und vieles mehr entdecken. Die kleinen Kunstwerke sorgen für ein Schmunzeln, wenn dort beispielsweise ein Ortsschild mit der Aufschrift „Flecken Buntenhausen“ zu sehen ist.

Namen finden sich ebenso auf den Eiern wie Noten, Grüße und kleine Gedichte oder witzige Bemerkungen.

„Es ist sehr nett anzuschauen“ fasste Michael Ohm, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Gieboldehausen, seinen Eindruck zusammen. Durch die Aktion seien zusätzliche Anziehungspunkte im Flecken geschaffen worden.