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Duderstadt Krippen und Kränze läuten die Adventszeit ein
Die Region Duderstadt Krippen und Kränze läuten die Adventszeit ein
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19:17 27.11.2011
Liebe zum Detail: Die heilige Familie gibt es nicht nur in der Obernfelder Krippenausstellung in vielen Varianten. Quelle: Walliser
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„Das ist hier die erste Ausstellung dieser Art“, verriet Organisator Karl-Robert Morick, der mit zwei selbstgebauten Krippen vertreten war. Der Förderverein hatte im Vorfeld die Bevölkerung aufgerufen, ihre Krippen für den Nachmittag des ersten Advent zur Verfügung zu stellen. Exponate mit Figuren aus Holz, Gips, Stoff oder Kunststoff und liebevoll gefertigten Details wie Brunnen, Tiere, Bäume, eingelagertes Stroh auf den Dachböden oder flackerndes Lagerfeuer vor dem Stall führten die Besucher in das Geschehen und die Ereignisse um Christi Geburt. Unter den Ausstellungsstücken waren auch einige Raritäten zu finden wie die Borkenkrippe oder eine Höhlenkrippe, beide aus dem 19. Jahrhundert.

„Es müssten aber noch viel mehr Krippen in den Haushalten vorhanden sein, vielleicht sehen wir die beim nächsten Mal“, hoffte Morick. An der Kaffeetafel im Museumskrug wurden von den Ausstellern einige Geschichten über die Familienerbstücke preisgegeben.

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Auch der Desingeröder Helmut Grobecker beschäftigte sich ausgiebig mit Krippen. Seit Mai stellte er in mühevoller Handarbeit Modelle in verschiedenen Größen und Ausführungen her. „Michael Nachtwey fragte mich, ob ich zum Nikolausbasar etwas beisteuern könnte. Dann habe ich mit den Krippen angefangen“, sagte er bescheiden. Der Basar wurde in diesem Jahr erstmalig von der Desingeröder Kolpingsfamilie rund um das Pfarrheim St. Mauritius veranstaltet. Dessen Vorsitzender Nachtwey freute sich über die guten Besucherzahlen, denn mit den Erlösen sollen der örtliche Kindergarten und ein Wasserzisternenbau in Brasilien unterstützt werden. Dafür haben auch die Kindergartenkinder ihren Beitrag geleistet. Leiterin Brigitte Görth zeigt stolz auf die weihnachtlichen Holzschnitzereien, die Eltern und Kinder gemeinsam gebastelt haben, um sie auf dem Basar zu verkaufen. „Toll ist die Unterstützung der Desingeröder Vereine und vieler Firmen aus der Region“, lobt Nachtwey die gute Zusammenarbeit.

In Rhumspringe heißt der Krippenfachmann Albert Schmiedekind. Seine filigranen Sägearbeiten sind bis weit über die Eichsfelder Grenzen hinaus geschätzt. Der Weihnachtsmarkt des Freundschaftsclubs Einigkeit Rhumspringe habe seit über 20 Jahren Tradition, so der Vorsitzende Rolf Schmiedekind. „Aber seit im vergangenen Jahr hier die letzte Gaststätte geschlossen hat, mussten wir einen neuen Ort für den Markt finden. Dabei hat uns die Kirche unterstützt, und wir konnten auf das Pfarrheim ausweichen“, erklärt der passionierte Jäger, der auch für das Wildschwein sorgte, das als Spezialität die üppige Mittagstafel bereicherte. Adventliche Gestecke konnten die Kinder unter der Anleitung von Jutta Fasshauer selbst herstellen.

Von Claudia Nachtwey