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Duderstadt Schüler in Duderstadt und Heiligenstadt erarbeiten Ausstellung
Die Region Duderstadt Schüler in Duderstadt und Heiligenstadt erarbeiten Ausstellung
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15:12 23.09.2019
In der Astrid-Lindgren-Schule in Duderstadt fand der Auftakt zum Porjekt "Heimat und Grenze" des Kulturklosters statt. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

„Ich freue mich über dieses wunderbare Projekt“, sagte Franziska Stollberg, Schulleiterin der Astrid-Lindgren-Schule in Duderstadt. Schüler der sechsten und achten Klasse beteiligen sich an dem Kunstprojekt. „Es hat mit Grenze zu tun“, so die Schulleiterin weiter. Mit der damaligen Situation im geteilten Deutschland könnten viele Schüler nicht mehr viel anfangen. „Als ich so alt war wie ihr, wurde die Grenze geöffnet“, erzählte Stollberg.

Die Zusammenarbeit mit dem KulturKloster werde in der Schule gern genutzt. „Solch ein Projekt mit der Drucktechnik könnten wir im Unterricht nie umsetzen“, betonte Stollberg. Seit einem Jahr plane sie mit dem Künstler Luaks Dreyer, was man machen könne, verwies Kulturreferentin Katrin Oldenburg, wieviel Vorlauf eine solche Aktion benötige. Gemeinsam mit der Astrid-Lindgren-Schule habe es ja auch bereits im Juni eine Zusammenarbeit gegeben. Beim Projekt Straßenmalerei seien einige Kunstwerke entstanden, die demnächst als Ausstellung in der Schule zu sehen seien. „Uns ist wichtig, dass es nicht nur an dem Tag vor dem KulturKloster sichtbar war, sondern auch weiterhin noch zu sehen ist.“ Eine Ausstellung soll es auch beim Projekt „Heimat und Grenze“ geben.

Talent entdecken

„Es freut uns, wenn Euch die künstlerische Arbeit Spaß macht“, sagte Oldenburg. Begeistert von den ersten Ergebnissen der Schüler war auch Duderstadts zukünftiger Bürgermeister Thorsten Feike. Er besuchte die Auftaktveranstaltung als Regionaldirektor der VR-Bank Mitte, die dieses Projekt ebenso wie auch die Straßenmalaktion unterstützt. „Ich finde die Arbeit toll“, sagte Feike. Kunst sei oft ein Bild oder auch Graffiti an der Wand, aber dann auch meist von jemand anderem. „Solche Projekte geben den Jugendlichen die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren und zu testen, ob sie Talent dafür haben.“ Jeder habe ein Talent. Das müsse aber oft erst entdeckt werden.

In der Astrid-Lindgren-Schule in Duderstadt fand der Auftakt zum Porjekt "Heimat und Grenze" des Kulturklosters statt. Quelle: Rüdiger Franke

Die Basis solcher Projekte sei das Selbermachen, erklärte Künstler Lukas Dreyer. Man könne heutzutage sehr viel machen, zum Beispiel auch „Heimat 2.0“ denken. Aus dem Eichsfeld heraus könne man online zum Beispiel auch in Amerika bekannt werden. As Grundlage der Arbeiten dienen Fotos, die im Eichsfeld entstanden sind. Die Schüler können im Gelantinedruck aus acht verschiedenen Farbideen ihre Bilder zusammenstellen. „Wir oft jemand seine Ebenen übereinander druckt, kann jeder selbst entscheiden“, so Dreyer. „Ich würde mir wünschen, wenn möglichst viele Bilder entstehen.“ Dazu bot er mit der Künstlerin Annette Funke aus Halle, die selbst Eichsfelder Wurzeln hat, auch einen Workshop im Mehrgenerationenhaus Jufi in Duderstadt an. Die Kunstwerke möchte er dann in einer Ausstellung präsentieren.

Räume geben

„Wenn man Kindern und Erwachsenen Räume gibt, dass sie sich ausprobieren, entstehen schöne Sachen“, sagt Dreyer. Der Leipziger unterstützt vor allem Projekte, die die Fantasie anregen. Da gerade auch das Eichsfeld seine eigene Trennungsgeschichte durch die innerdeutsche Teilung erlebt hat, war es naheliegend, auch Schüler auf der Thüringer Seite mit ins Boot zu holen. So beleuchten Jugendliche in Heiligenstadt in einem Journalistik-Workshop die DDR-Geschichte. Die Ergebnisse sollen gemeinsam präsentiert werden. „Wir wünschen uns einen Termin Mitte November“, erzählt Dreyer.

Gefallen an der Eichsfelder Art

„Unsere Zusammenarbeit resultiert aus einem Treffen bei der Bundeskulturstiftung 2015 in Halle“, erzählt der Leipziger Künstler Lukas Dreyer, wie er mit dem KulturKloster Duderstadt zusammengekommen ist. Das Event sei ein Beratungstreffen gewesen. Er finde Arbeit mit Menschen immer sehr berührend. „Und das hat bei der Anfrage gleich gestimmt“, so der Künstler. Auch gefalle ihm die Eichsfelder Art. „Wenn die Menschen etwas machen wollen, dann machen sie es auch.“ Hinzu komme die zentrale Lage mitten in Deutschland. „Das nimmt man von außen gar nicht so wahr.“ Wenn hier ein Projekt über zwei Jahre laufe, habe er schon die Idee gehabt, an den ehemaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck, den Vorsitzenden der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ heranzutreten und ihm zu sagen: „Ihr wollt die Einheit feiern. Hier könnt ihr es.“

Von Rüdiger Franke

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