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Duderstadt Steine für ein Kunstwerk am Grünen Band
Die Region Duderstadt Steine für ein Kunstwerk am Grünen Band
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11:03 19.10.2018
Teilnehmer der 10. Europäischen Konferenz zum Grünen Band bringen aus ihren Ländern Steine für ein Kunstwerk mit. Quelle: Rüdiger Franke
Teistungen

Ein Kunstwerk aus Steinen soll als Symbol für das Grüne Band in Europa dienen. Aufgestellt werden soll es anlässlich 30 Jahren Grenzöffnung im kommenden Jahr.Das Monument sollen aus Steinen aus allen 24 Ländern, die durch das Grüne Band verbunden sind, entstehen. Die ersten Steine brachten Teilnehmer an der 10. Europäischen Grünes-Band-Konferenz in Eisenach mit.

Kunstwerk auf der Grenze

„Willkommen auf der früheren deutschen Grenze“, begrüßte Wolfgang Nolte für das Grenzlandmuseum, die Heinz Sielmann Stiftung und das Eichsfeld die Konferenzteilnehmer im Museum in Teistungen. „Wir haben den früheren Grenzübergang zum Grenzlandmuseum weiterentwickelt.“ Dabei sei um das Jahr 2000 die Idee entstanden, eine Art Kunstwerk auf die Grenze zu bringen. Dieses Denkmal, das West-Östliche Tor, sei dann 2002 mit dem ehemaligen sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow seiner Bestimmung übergeben worden.

Neuer Akzent

Jetzt sei der Gedanke entstanden, 30 Jahre nach der Grenzöffnung einen neuen Akzent zu setzen. Nolte berichtete, dass er Liana Geidezis vom Bund seine Idee mitgeteilt habe und sie gefragt habe, ob sie die Teilnehmer der Europäischen Konferenz bitten könne, Steine für das Kunstwerk mitzubringen. So sei in den vergangenen Tagen ein reger Telefon- und Schriftverkehr innerhalb der Teilnehmer entstanden.

Teilnehmer der 10. Europäischen Konferenz zum Grünen Band bringen aus ihren Ländern Steine für ein Kunstwerk mit. Quelle: Rüdiger Franke

Steine aus 13 Ländern

„Ich bin begeistert, dass wir jetzt schon Steine aus den ersten 13 Ländern haben“, sagte Nolte. Die Palette reichte von kleinen Steinen, die in die Hosentasche passen, bis zu solchen, die man gerade mit zwei Händen tragen kann. „Sie sollen als Fundament für ein neues Kunstwerk dienen.“ Die ersten Steine seien angekommen, sagte Nolte. Außer den weiteren Staaten am Grünen Band sollen aber auch die angrenzenden Länder Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen mit Steinen vertreten sein. Und in kleinerem Format solle sich auch die Eichsfelder Geschichte wiederfinden.

Geschützter Raum

Als Standort für das neue Kunstwerk sei das Grenzlandmuseum gewählt worden, damit die Steinkunst innerhalb eines geschützten Raumes keiner Zerstörung ausgesetzt sei, erklärte Nolte. Die Installation solle in irgendeiner Form das Grüne Band thematisch aufnehmen. Für die Umsetzung gebe es bereits Gespräche mit einem Eichsfelder Steinkünstler.

Hochaktuelles Thema

Zu Kosten könne er noch nichts sagen, sagte Nolte. Allerdings habe die HarzEnergie bereits 25 000 Euro für das Kunstwerk gespendet. „Das Thema ist hochaktuell“, erklärte Geschäftsführer Konrad Aichner, weshalb der Energieversorger als Sponsor zur Verfügung stand. Dabei verwies er auf den Brexit und die Fremdenfeindlichkeit, weshalb ein Monument für die europäische Einigkeit wichtig sei. Ähnlich sehen es die Mitglieder einer koreanischen Delegation, die fragten, ob sie auch einen Stein abgeben dürften. „Sie sehen die Grenzöffnung in Deutschland als Vorbild für ihr Land“, berichtete Nolte.

Naturmonument

„Wir haben in den vergangenen Tagen viel über Geschichte gehört“, sagte Uwe Riecken vom Bundesamt für Naturschutz. Die Spanne der historischen Themen reiche von Martin Luther auf der Wartburg bis zum Besuch auf der ehemaligen Grenze. Stephan Pfützenreuter vom Thüringer Umweltministerium erklärte, dass im Ministerium gerade die Endphase des Ausweisungsverfahrens für das Naturmonument Grünes Band laufe. „Wir hoffen, dass wir zum Jahreswechsel anstoßen können.“

Von Rüdiger Franke

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