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Duderstadt Landwirte grubbern ihren Weizen um
Die Region Duderstadt Landwirte grubbern ihren Weizen um
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19:06 20.03.2012
Von Heinz Hobrecht
Blick vom Trecker: Links steht noch die geschädigte Aussaat, rechts ist der Acker gegrubbert.
Blick vom Trecker: Links steht noch die geschädigte Aussaat, rechts ist der Acker gegrubbert. Quelle: Thiele
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Eichsfeld

Ein Drittel des Weizens ist verloren gegangen und muss ersetzt werden. Ebenso wie Kreislandwirt Hubert Kellner hatten viele Landwirte der Region darauf gehofft, dass sich das durch den Frost geschädigte Wintergetreide mit Einkehr der wärmeren Jahreszeit wieder erholen würde. Doch nur zu einem Drittel haben der Weizen und auch Teile der Gerste die Frostperiode unbeschadet überstanden. Bei einem weiteren Drittel der Aussaat müssen die Bauern Spitz auf Knopf rechnen, ob die zu erwartenden Erträge rentieren. Ein weiteres Drittel der Aussaat hat die Frostperiode nicht überstanden. Rund 10 000 von insgesamt 30000 Hektar Weizenfläche im Landkreis Göttingen müssen neu bestellt werden.

Boden vorbereiten

Auch Kreislandwirt Kellner, der auch Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Göttingen ist, zog am Dienstag mit seinem Grubber aufs Feld. Mit dem landwirtschaftlichen Ackergerät wird die oberste Schicht eines Feldes verwischt oder umgegrubbert, wie es bei den Landwirten heißt, um den Boden für das Einbringen einer  neuen Aussaat vorzubereiten.

Abgesehen von der doppelten Arbeit der betroffenen Landwirte, lässt sich der wirtschaftliche Schaden noch nicht genau beziffern. Sowohl die Ausgaben für Pflanzenschutzmittel stehen zu Buche als auch die Kosten für die neue Aussaat. Die kommt nach Angaben von Kreislandwirt Kellner überwiegend aus Polen und Italien.