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Duderstadt Landwirte nutzen trockene Tage für Getreideernte
Die Region Duderstadt Landwirte nutzen trockene Tage für Getreideernte
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18:44 16.07.2009
Mit seinem Mähdrescher in der Gemarkung Mingerode auf Achse: Wolfgang Becker erntet Wintergerste.
Mit seinem Mähdrescher in der Gemarkung Mingerode auf Achse: Wolfgang Becker erntet Wintergerste. Quelle: Tietzek
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Vereinzelt haben die Landwirte bereits in der Vorwoche Gerste „abgemacht“, wie die Landwirte zu sagen pflegen. Der Feuchtigkeitsgehalt der Pflanzen war jedoch noch hoch. Am Dienstag dieser Woche lag der Wert bei einem Ernteversuch in Gleichen noch bei 18 Prozent – zu viel. Maximal 15 Prozent sollten es sein.

„Im Eichsfeld ist die Gerste inzwischen trocken“, erläuterte Kreislandwirt Hubert Kellner gestern auf Tageblatt-Anfrage. Die Zeit sei reif, denn die Gerste habe die Eigenschaft, dass die Ähren abknickten, erklärte der Kreislandvolkvorsitzende. Zum Großteil würden die Landwirte die trockenen Tage zur Ernte nutzen.

Im gesamten Landkreis Göttingen waren gestern und vorgestern Mähdrescher auf den goldgelb schimmernden Getreidefeldern auf Achse. Rund 60 Hektar Gerste hat Landwirt Klingelhöfer am Mittwoch gedroschen. Er rechnet mit einer sehr guten Ernte. Was ihn bedrückt, sind die Preise. Auch Kreislandwirt Kellner ist unzufrieden mit den Marktbedingungen. Denn derzeit bekommen die Landwirte noch nicht einmal neun Euro je Doppelzentner (100 Kilogramm). Das ist fast die Hälfte des Preises der Ernte im vergangenen Jahr.

Der Ernteertrag liegt bei acht Tonnen je Hektar. Der Mähdrescher schafft rund zwei bis drei Hektar in der Stunde – wenn alles gut geht.

Frühere Ernte im Norden

Auf den trockenen Standorten im Norden Niedersachsens hatten Hitze und Trockenheit die Wintergerste schnell abreifen lassen. Die Ernte begann dort früher, die Erträge liegen aber unter dem Durchschnitt. Auf schweren Böden, die mehr Wasser speichern können, wird der Landwirtschafkammer zufolge eine durchschnittliche bis gute Ernte erwartet.

Voraussichtlich schon Ende dieses Monats kann der Weizen geerntet werden. Auch in diesem Jahr dürfen die Landwirte in der Europäischen Union den Titel als „weltgrößter Weizenerzeuger“ verteidigen. Nach Angaben des Landvolkverbandes wird ein Ernteertrag von rund 135,96 Millionen Tonnen erwartet. Das wären nach der Frühjahrsdürre in Südosteuropa allerdings 10,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit einer Weizenernte von 113,5 Millionen Tonnen fällt Platz zwei auf China. Indien ist der drittgrößte Weizenproduzent der Welt.

Von Heinz Hobrecht und Gerald Kräft

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