Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Lanz-Bulldog-Treffen: Trecker tuckern nach Werxhausen
Die Region Duderstadt Lanz-Bulldog-Treffen: Trecker tuckern nach Werxhausen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:44 01.09.2019
Volkmar Schlothauer präsentiert beim Lanz-Bulldog-Treffen in Werxhausen den Besuchern des Lanz-Bulldog-Vereins aus Sundhausen eine Rarität – einen 1947 aus Kriegsschrott zusammengebauten Trecker. Quelle: Eichner-Ramm
Anzeige
Werxhausen

Etwa 300 alte Landmaschinen, aber auch andere Oldtimer, sind an diesem Wochenende bei einem der größten Treffen historischer Landmaschinen im Eichsfeld in Werxhausen zu sehen. Auch am Sonntag besteht noch einmal Gelegenheit, sich über die Oldtimer und deren Technik zu informieren und Vorführungen fast vergessener Erntetechniken zu bewundern.

Treffen 2019 eine Woche früher als üblich

Alle zwei Jahre richtet der 1983 gegründeten Lanz-Bulldog-Club Werxhausen das Lanz-Bulldog- und Oldtimertreffen in Werxhausen aus – diesmal zum 18. Mal und wegen des Eichsfeld-Festivals am kommenden Wochenende eine Woche früher als üblich, wie Conrad Ebert berichtet. Zusammen mit Matthias Diedrich und Markus Burchard ist er Gründungsmitglied des Clubs, der heute etwa 20 Mitglieder zählt und sich nicht nur den alten Landmaschinen verschrieben hat.

Unterstützung bei der Organisation erhält der Lanz-Bulldog-Club Werxhausen durch die Arbeitsgemeinschaft Werxhäuser Vereine, die mit etwa 150 Helfern für Essen und Trinken sorgen.

Fotos vom ersten Veranstaltungstag

Lanz-Bulldog- und Oldtimertreffen in Werxhausen

Eine Besonderheit des Werxhäuser Treffens ist, dass die alten, heute fast vergessenen Erntetechniken, darunter das Dreschen des Getreides, vorgeführt werden. Damit beim zweitägigen Treffen diese alten Verfahren demonstriert werden können, hatten die Vereinsmitglieder Ende Juli auf den Feldern rund um die Duderstädter Ortschaft geerntet und zu Garben gebunden.

Dreschvorführungen mit Pferdestärke

Pferdeeinsatz am Göpelwerk - Vorführung beimLanz-Bulldog-Treffen in Werxhausen. Quelle: Eichner-Ramm

Verschiedene Varianten des Dreschens zeigen die Veranstalter auf dem Veranstaltungsgelände am Ortsrand von Werxhausen an beiden Tagen. Unter anderem wird die Funktionsweise des Göpelwerks vorgeführt. Dabei wird eine echte Pferdestärke zum Antrieb des Dreschwerks genutzt. Auch die einige Zeit später angewendete Dreschtechnik mit Motorkraft zeigen die Mitglieder des Werxhäuser Clubs. Mit dabei sind auch Rita Franke aus Rollshausen und Anita Weinrich aus Beuren. Sie stehen mit Schürze und Häubchen auf der Dreschmaschine und legen die Garben-Bündel ein.

Viel zu sehen bekommen Freunde alter Traktoren und Landmaschinen auf dem weitläufigen Gelände. Dort sind allerlei Traktoren und Schlepper geparkt. Einige der Eigentümer haben stundenlange Anfahrten nach Werxhausen in Kauf genommen, um ihre Schätzchen zu präsentieren.

Anreise mit 25 PS aus Wiershausen

Einer von ihnen ist Julian Finger. Der 19-Jährige hat den alten Lanz D 7506 von 1942 von Wiershausen zum Treffen gesteuert. Bei 25 Pferdestärken des früher per Holzgasantrieb betriebenen Gefährts, hat das eine Weile gedauert. Seine Leidenschaft für Traktoren habe er von seinem Opa, sagt Finger. 15 Lanz- und Fendt-Fahrzeuge umfasse die Sammlung der Wiershäuser.

Großer Spaß für kleine Trecker-Fans wie den dreijährigen Max aus Gerblingerode beim Lanz-Bulldog-Treffen in Werxhausen Quelle: Eichner-Ramm

Auf dem D 7506 von Finger durfte am Sonnabend Max Platz nehmen. Als der 19-jährige Wiershäuser den Trecker anließ und der ganz typische Tucker-Geräusche machte, hatte er dreijährige Max am Steuer sichtlich Spaß. Zusammen mit Papa Thomas Herzberg war Max aus Gerblingerde zum Treckertreffen nach Werxhausen gekommen. Das erste Mal, so Thomas Herzberg. „Für Max ist das genau das Richtige – er spielt auch zuhause gerne mit Treckern.“

Auch der Familienvater selbst zeigte sich beeindruckt von den vielen alten landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Maschinen, aber auch von den Vorführungen, „wie früher in der Landwirtschaft gearbeitet wurde“.

Traktor aus Kriegsschrott

Volkmar Schlothauer präsentiert beim Lanz-Bulldog-Treffen in Werxhausen den Besuchern des Lanz-Bulldog-Vereins aus Sundhausen eine Rarität - einen 1947 aus Kriegsschrott zusammengebauten Trecker. Quelle: Eichner-Ramm

Eine Besonderheit unter den Fahrzeugen, die auf dem Gelände geparkt waren, ist der Traktor, mit dem Volkmar Schlothauer aus Struth im Eichsfeld angereist ist. Drei Stunden sei er unterwegs gewesen, berichtet er. Sein Gefährt dürfte einmalig sein, denn der Trecker sei 1945 aus Kriegsschrott zusammengebaut worden. Der Zweitakt-Diesel sei von Hugo Junker, die Vorderachse stamme von einem Opel Blitz und die Frontscheibe aus einem US-Jeep, erzählt Schlothauer. Faszinierte Zuhörer hat er dabei nicht nur in Mitgliedern des Lanz-Bulldog-Vereins aus Sundhausen gefunden. Die waren schon öfter in Werxhausen beim Lanz-Bulldog-Treffen zu Gast, wie sie berichten. „Man besucht sich meistens gegenseitig“, sagt einer.

Sonntag geht es weiter

Das Programm am Sonntag

Auch am zweiten Tag des Lanz-Bulldog- und Oldtimertreffens bekommen die Besucher einiges geboten. Am Sonntag, 1. September, wird von 7 bis 9 Uhr in der Feldscheune gefrühstückt. Ein Feldgottesdienst beginnt um 9 Uhr. Um 10 Uhr erfolgt die offizielle Begrüßung der Teilnehmer. Um 10.30 Uhr startet das sogenannte „Wettanheizen“ der Bulldogs. Es folgen Vorführungen: 11 Uhr Pflügen, 12 Uhr Dreschen, 13 Uhr Schleppen und um 14 Uhr noch einmal Dreschen.

Die Autorin erreichen sie per E-Mail an b.eichner-ramm@eichsfelder-tageblatt.de oder unter Telefon 05527/9499712.

Von Britta Eichner-Ramm

Beim Ausfahren von einem Tankstellengelände hat ein Autofahrer in Dingelstädt einen Motorradfahrer übersehen. Der Mann wurde schwer verletzt.

31.08.2019
Duderstadt Nachfolger von Wolfgang Nolte gesucht - Duderstadt hat gewählt

Wer wird Nachfolger von Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU)? Darüber entscheiden die Duderstädter am heutigen Sonntag.

01.09.2019

„Liebe auf den ersten Blick war das nicht“, sagt Tilla Freckmann. Aber dann hat alles gepasst. Inzwischen ist sie seit 60 Jahren mit Ernst verheiratet – und beide haben gemeinsam viel erlebt.

30.08.2019