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Duderstadt Lauseberger Big Band aus Krebeck lässt viele Füße wippen
Die Region Duderstadt Lauseberger Big Band aus Krebeck lässt viele Füße wippen
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20:18 21.07.2019
Konzert der Lauseberger Big Band im Rahmen der Rhumspringer Quellenkonzerte. Quelle: Schneemann
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Rhumspringe

Ob die Nixe Rhuma Musik mag, lässt sich nicht eindeutig beweisen. Aber die Lauseberger Big Band aus Krebeck gab sich im Rahmen der Rhumspringer Quellenkonzerte alle Mühe, weitere Musikfreunde zu gewinnen.

In dem einzigartigen Ambiente bei herrlichstem Sommerwetter brachten die Krebecker den einen oder anderen Fuß zum Wippen. „Wir freuen uns, vor dieser fantastischen Kulisse spielen zu dürfen“, sagt Big-Band-Leiterin Nicole Otto. Die Musiker hatten ein wenig mit dem hin und wieder auftretenden böigen Wind zu kämpfen. Doch die Notenblätter blieben alle an ihrem Platz.

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Breites Spektrum

Mit dem Titel „Big Spender“ aus dem Musical „Sweet Charity“ eröffnete die Band das Konzert. Vom „bösen“ Jungen „Bad, Bad Leroy Brown“ erzählten sie mit ihren Instrumenten auch. Tierisch ging es beim Lied „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ zu. Das Publikum zeigte sich begeistert angesichts des breiten Spektrums, das die Künstler abdeckten. Die Auswahl der Lieder kam an, wenn auch eine Besucherin beim Titel „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ ihrer Nachbarin leise zuflüsterte: „Bis dahin ist es hoffentlich noch ein wenig hin. Jetzt soll erst noch ganz lange Sommer sein.“

Die meisten Besucher erwiesen sich als alte Konzerthasen. Bewaffnet mit einer mehr oder weniger bequemen Sitzmöglichkeit, eine Decke für die Gemütlichkeit und gegen eine leichte Kühle, positionierten sie sich um die mystisch wirkende Rhumequelle herum. Andere nutzen die Musik als Einschlafhilfe für den noch sehr munteren Nachwuchs im Kinderwagen.

Abgespeckte Form versucht

Über das ganze Gesicht strahlte Barbara Scholz, die Vorsitzende des Kulturausschusses der Gemeinde Rhumspringe. Der Ausschuss hatte die Ausrichtung übernommen, nachdem der damalige Bürgermeister Franz Jacobi angekündigt hatte, sich aus der Organisation der Quellenkonzerte zurückziehen zu wollen. „Es klappt alles“, freut sich Scholz. Sie und ihre Mitstreiter setzen vorerst noch auf das Konzept der vergangenen Jahre. „Wir haben es erst einmal in abgespeckter Form versucht, wollten erst einmal sehen, wie es läuft“, erläutert Scholz.

Die Zahlen, die die bisherigen drei Konzerte erbracht haben, geben den Rhumspringern recht. „Es ist ja ein sehr gemischtes Publikum“, verdeutlicht Scholz. Nach wie vor soll regionalen Gruppen die Chance gegeben werden, sich zu präsentieren. Auch freier Eintritt soll weiter gewährleistet sein. Für eine kleine Spende in die Sammeldosen sind die Organisatoren sehr dankbar. „Die Sponsoren sind uns erhalten geblieben“, berichtet die Vorsitzende des Kulturausschusses.

Mit dem Erlös werden beispielsweise die Gruppen bezahlt. Und die eine oder andere Formation bringt nicht die eigene Technik mit. „Die müssen wir dann besorgen und natürlich auch bezahlen“, sagt Scholz.

Abschlusskonzert vorstellbar

Große Neuerungen was die Präsentation angeht, sind erst einmal nicht vorgesehen. Vorstellbar für die Organisatoren wäre allerdings wieder ein Abschlusskonzert. „Danach haben uns schon mehrere Leute gefragt“, berichtet Scholz, die sehr froh ist, dass die Arbeit im Team so gut funktioniert. Nur lobende Worte in dieser Hinsicht findet auch die neue Rhumspringer Bürgermeisterin Barbara Hose, die den neu beschrittenen Weg voll und ganz unterstützt.

Das Programm für dieses Jahr steht je bereits fest, aber für 2020 haben die Rhumspringer schon Interessenten, die sich gern in der einzigartigen Umgebung präsentieren würden. „Der Kirchenchor aus Rhumspringe hat sich schon angeboten, bei uns zu singen“, verrät Scholz abschließend. Und vielleicht gibt es auch kulinarisch noch eine Neuheit. „Getränke und Kekse haben wir ja jetzt schon, aber einige haben auch nach Eis gefragt“, sagt die Vorsitzende und lacht dabei.

Auch Nixe Rhuma liebt die Konzerte

Alle zwei Jahre kommen Musikliebhaber an der Rhumequelle in Rhumspringe auf ihre Kosten. Die sogenannten Quellenkonzerte locken immer zahlreiche Besucher an diesen mystischen Ort. Eine der größten Quellen Europas ist Veranstaltungsort für insgesamt sechs Konzerte. Bis Ende September warten noch drei weitere Konzerte auf die Besucher. Am 18. August gastiert der Harzklub Rhumspringe, am 1. September der Kirchenchor Rhumspringe und Autorin Melanie Buhl und am 22. September der Musikzug SchaPö (Scharzfeld und Pöhlde). Beginn ist jeweils um 16 Uhr. Dank des Einsatzes der Sponsoren sind alle Konzerte kostenlos. Gegen Spenden haben die Rhumspringer allerdings nichts einzuwenden, um auch in Zukunft die einzigartige Kombination anbieten zu können. Schutz und Erhalt von Flora und Fauna hat bei dieser Veranstaltungsreihe absolute Priorität. Aus diesem Grund gibt es keine Sitzplatzmöglichkeiten.

Von Vicki Schwarze

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