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Duderstadt Lebenshilfe-Haus in Duderstadt wird umgebaut
Die Region Duderstadt Lebenshilfe-Haus in Duderstadt wird umgebaut
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18:14 14.09.2014
Von Anne Eckermann
Das Lebenshilfe-Haus wird umgebaut und erweitert, die roten Flächen zeigen  die geplanten Anbauten. Quelle: Planung Vollmer
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Duderstadt

15 Jahre nach dem Bau der Begegnungsstätte am Kutschenberg ist die Entscheidung gefallen: gegen den Neubau eines weiteren Wohnhauses aber für umfangreiche Um- und Anbauten, von denen alle Mitglieder mit Behinderungen und ihre Angehörigen profitieren sollen.

„Wir brauchten eine längere Entscheidungsphase“, sagt Lebenshilfe-Vorsitzender Manfred Thiele. Man habe sich nicht nur aus finanziellen Gründen gegen einen rund eine Million teuren Neubau entschieden. Auch der Kerngedanke sei ein anderer.

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Nach 15 Jahren Begegnungsstätte mit ihren vielen Aktivitäten solle sich die Lebenshilfe jetzt besonders im kreativen Bereich weiterentwickeln. „Als wir überlegt haben, wie die Arbeit mit den Behinderten verbessert werden kann, fiel uns eines besonders auf. Es fehlen ein Kreativraum sowie ein größerer Küchenbereich“, erklärt Thiele weiter.

„Wir versprechen uns davon eine erhebliche Aufwertung der Lebenshilfe-Arbeit“

Darüber hinaus werden vier weitere Garagen gebaut, das Dachgeschoss des Wohnhauses für das Ambulant Betreute Wohnen angehoben und ausgebaut sowie ein neues behindertengerechtes Fahrzeug angeschafft. Als letzter Bauabschnitt wird der Eingangsbereich der Begegnungsstätte barrierefrei umgestaltet, leichtgängige automatische Türöffner eingebaut und kleinere Präsentationsflächen geschaffen.

Die entsprechenden Pläne, erstellt von Bauingenieur  Martin Vollmer, liegen vor und zeigen ein deutliches Bild der geplanten Veränderungen. „Wir versprechen uns davon eine erhebliche Aufwertung der Lebenshilfe-Arbeit“, betonen Thiele und Vollmer, „denn neben vier neuen kleinen Wohnungen im Wohnhaus werden wir viel mehr Platz für kreative Angebote wie Malen, Töpfern oder Werken haben.“

Der neue Kreativraum soll laut Plan dort entstehen, wo jetzt noch die Garage ist. Zusätzlich wird dieser Raum erweitert. „Besonders für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter bedeutet das eine große Erleichterung bei der Vor- und Nachbereitung von Angeboten. Nichts muss mehr abgeräumt werden, weil die nächste Gruppe den Raum benötigt“, erläutert der Lebenshilfe-Vorsitzende.

2016 sollen die Arbeiten beendet sein

Wichtig sei bei der Maßnahme auch die Erweiterung des Küchenbereiches durch eine barrierefreie Neugestaltung. Auch Rollstuhlfahrern könnten so an gemeinschaftlichen Koch- und Backangeboten teilnehmen. Durch einen Anbau sei der Thekenbereich im großen Begegnungsraum später dann durch die Küche erreichbar, was besonders bei Großveranstaltungen wie Festen oder Basaren eine spürbare Erleichterung bedeute.

Umgesetzt wird die Maßnahme in mehreren Abschnitten, wobei noch 2014 mit dem Bau der Garagen begonnen wird. Spätestens 2016, so Thiele, sollen alle Arbeiten beendet sein. Bei der Finanzierung setzt Thiele auf einen erheblichen Zuschuss von der Aktion Mensch sowie Geld vom Sozialministerium und aus weiteren Fördertöpfen. Rund 20 Prozent der Baukosten  trägt die Lebenshilfe selbst.