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Duderstadt Lebenshilfe in Duderstadt: Das Fahrer-Team
Die Region Duderstadt Lebenshilfe in Duderstadt: Das Fahrer-Team
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19:03 10.09.2013
Von Anne Eckermann
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Duderstadt

„Den ersten Bus haben wir Anfang der 80er-Jahre von der Aktion Sorgenkind  bekommen. Heute haben wir drei, einen von der Firma Ottobock gesponsert, einen weiteren von der Firma Abicht, und der dritte ist Eigentum der Lebenshilfe“, erzählt der Duderstädter Vinzenz Marschall, einer von rund 25 ehrenamtlichen Fahrern der Lebenshilfe.

Marschall spielt eine besondere Rolle, denn aus seinem Engagement und unter seiner Regie hat sich in 30 Jahren der Lebenshilfe-Fahrdienst entwickelt. „Ich habe damals die Mitglieder der Selbsthilfegruppe Frauen nach Krebs gefahren.

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Und da meine Frau Gerda schon vorher bei der Lebenshilfe mitgearbeitet hatte, kamen dann die Eltern behinderter Kinder dazu, die freitags immer ihren Stammtisch hatten“, blickt Marschall auf die Zeit zurück, als die Lebenshilfe noch im Gebäude der damaligen Volksbank in der unteren Marktstraße beheimatet war.

Immer mehr Ehrenamtliche

Mit der Zahl der Initiativen und Gruppen innerhalb der Duderstädter Behinderten-Vereinigung wuchs auch der Bedarf an ehrenamtlichen Fahrern, die dafür sorgten, dass Menschen mit Handicap und ihre Familien die verschiedenen Angebote der Lebenshilfe auch nutzen konnten.

Immer mehr Ehrenamtliche seien über die Jahre angeworben worden, „fast ausschließlich durch persönliche Ansprache“, weiß Jeanette Rheinländer, die als Fahrdienstleiterin und Marschalls Nachfolgerin seit drei Jahren alle Einsätze koordiniert.

Ein farbig unterlegter Dienstplan zeigt auf einen Blick, welcher Fahrer wann beispielsweise die Mitglieder der Theatergruppe, des Stammtisches, Freizeitclubs oder der Kegelgruppe wohin bringt.

"Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe"

Damit alles reibungslos funktioniert und auch spontane Ausfälle abgefangen werden können, sind feste Absprachen nötig. „Ich rufe jeden Fahrer an und spreche die Termine genau ab“, so Rheinländer, die stolz ist auf ihr zuverlässiges Team. „Ich kann mich auf jeden immer fest v erlassen“, betont Rheinländer.

Da einige der ehrenamtlichen Chauffeure aber bereits im Rentenalter sind und ans Aufhören denken, bemüht sich der gesamte Fahrer-Pool um Nachwuchs. Einen speziellen Führerschein brauche man dafür zwar nicht, aber „das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, das kann nicht jeder“, weiß Rheinländer.